Laufgemeinschaft der Deutschen Ultramarathon-Vereinigung e.V.

20180517 Bild1

Bild 1: Unser erstes Team guckt sich gerade Bali an.

Beim Kilometerspiel hat unser Team in der 1. Liga als erstes den Äquator überquert und befindet sich zurzeit auf der Urlaubsinsel Bali. Ich habe die Vermutung, dass die anderen Teams mit großem Abstand hinter uns bleiben, um sicher zu sein, dass man auf der Südhalbkugel nicht runterfällt. Es sollen immer noch Personen glauben, dass die Erde eine Scheibe sei.
Die Plätze 2-4 sind zurzeit wieder hart umkämpft. Da könnte man etwas neidisch werden, da es für uns im Moment nicht so spannend ist. Für uns stellt sich die Frage, wieweit wir diese Saison kommen. Beim Südpol werden wir sicherlich noch vorbei laufen. Aber schaffen wir es bis nach Argentinien? Oder sogar bis nach Mittelamerika? Ihr könnt mal einen Tipp abgeben. Die Saison endet am 1.7.2018. Dann geht es wieder von vorne los.

20180517 Bild2

Bild 2: Wie weit geht es in dieser Saison?

Bis zum 1.7.2018 hat unser zweites Team noch Zeit in einer wahnsinnigen Aufholjagd noch einen der ersten 10 Plätze zu erreichen, die zum Aufstieg in die 5. Liga berechtigen. Die glorreichen Sieben haben heute Verstärkung durch unser neues Mitglied Bine erhalten. Sie hat für die letzten 10 Wochen über 600 km nachgetragen, so dass das Team auf Platz 43 vorgesprintet ist. Bis zum 10. Platz müssen noch ca. 2.600 km aufgeholt werden. Das ist vermutlich nur zu schaffen, wenn sich noch drei oder vier neue Mitspieler finden, die ebenfalls einen Haufen Kilometer nachtragen. Die jetzt glorreichen Acht freuen sich auf jeden Fall über Verstärkung. Wer mitspielen möchte, schaut sich kurz die recht einfachen Spielregeln an und sollte sich mit Hilfe des Handbuchs anmelden. Ich habe über den Messenger von Facebook eine Bestätigungsgruppe gegründet, so dass die neuen Mitspieler schnell ins Team aufgenommen werden können.

20180517 Bild3

Bild 3: Unser zweites Team muss bis Platz 10 ca. 2.600 km aufholen. Über Verstärkung würden sich die glorreichen Acht freuen.

Die Wochenwertung hat dieses Mal Jens mit 171 km gewonnen. Auf Platz 2 konnte sich knapp Jonathan mit 153 km vor Franz mit 152 ins Ziel retten. Bei den Frauen hat diese Woche Claudia mit 140 km knapp die Nase vorn vor Heide mit 136 km. Kirsten folgt mit 109 km auf Platz 3.

Letzte Woche ist mein Selbstversuch ein neues Bild hochzuladen glatt schief gegangen. Olzo hat daraufhin die Sache etwas vereinfacht. Es gibt nun eine Funktion „Thumbnail“, mit der man das hochgeladene Bild zuschneiden lassen und als Profilbild anzeigen lassen kann. Einfach mal ausprobieren für alle, deren Bild nicht angezeigt wird oder die noch keins haben. Ihr kommt dorthin, wenn ihr über euer Profil auf „Profil bearbeiten“ klickt und dann bei „sonstiges 3/4“ auf hochladen klickt. Dann müsst ihr noch ein Bild auswählen und hochladen und könnt es anschließend mit Thumbnail bearbeiten lassen.
Zuletzt noch die übliche Bitte an die Nachzügler ihre Kilometer nachzutragen.

20180517 Bild4

Bild 5: Bei “Profil bearbeiten“ kann man Bilder hochladen.

20180522 Bild5

Bild 5: Mit dem Anklicken der Funktion „Profil-Thumbnail“ wird euer hochgeladenes Bild automatisch zugeschnitten und als Profilbild gespeichert.
Bis nächste Woche.
Text und Bilder Jens Allerheiligen 17.05.2018

Bild1Bilstein Ultra, die Zweite – die Kunst mit kleinen Handicap trotzdem ein großes Lauferlebnis zu genießen.

Nachdem ich im vergangenen Jahr hier in Kleinalmerode meine Premiere absolvierte und dabei einfach begeistert war, wollte ich natürlich gerne hier wieder starten.

Ich wusste, man muss sich hier zeitig anmelden, es ist eine kleine feine Veranstaltung.

Die maximale Teilnehmerzahl beträgt 500 Teilnehmer über alle Läufe. Im Programm sind der Halb- sowie ein ganzer Marathon, sowie ein Wandermarathon. Für mich kommt jedoch nur der Ultralauf von 57 Km in Frage. Dieses Limit ist meist schon lange vor dem Anmeldeschluss erreicht und man sollte sich entsprechend frühzeitig anmelden, um sicher einen Startplatz zu ergattern. Die Nachrückerplätze auf der Warteliste sind sehr unsicher.

Ich hatte mich bereits Ende 2017 angemeldet und war trotzdem bis eine Woche vor Start sehr unsicher, ob ich starten konnte. Das hatte jedoch andere Gründe, ich war am 21.04. beim Bleilochlauf, ein kleiner Ultralauf an der Thüringer Grenze über 48Km. Dort bin ich bei einem steilen Downhilltrail etwas zuviel Risiko gegangen. Bei Km 37 stürzte ich und fiel ziemlich unglücklich u.a. auf meinen Brustkorb – ich hörte wenige Zentimeter neben meinem rechten Ohr die Rippe knacksen. Bin nach wenigen Sekunden aufgestanden, schüttelte mich und lief die letzten 11 Km vorsichtig ins Ziel. Klar habe ich es später in der Ambulanz mal röntgen lassen, Befund: die unterste rechte Rippe ist angebrochen – da kann man nix machen, schonen – aber im Prinzip ist alles erlaubt was nicht zu sehr schmerzt. Am meisten schmerzte Niesen, Husten und ungezügeltes Lachen, Laufen konnte ich nach wenigen Tagen wieder zurückhaltend. Am folgenden Wochenende wurde mit 28 und 17 Km mal angetestet und ich war zufrieden. Der Bilstein-Marathon konnte kommen, ich würde auf den Trail-Passagen etwas Vorsicht walten lassen, was nicht ganz einfach ist, schließlich ist das Motto des „Bi-Ma": flach ist anders – umsonst ist dies ganz sicher nicht.

Nach vier Stunden Fahrt stand ich vor dem ehemaligen Tante-Emma-Laden in Kleinalmerode und holte meine Startunterlagen ab. Anschließend ging’s zur Nudelparty ins Bürgerhaus. Wie vom vergangenen Jahr gewohnt, alles bestens organisiert. Es blieb noch genügend Zeit für ein paar Läuferunterhaltungen. Die Rohwedders liefen mir alsbald über den Weg – ich kenne Cornelia und Karl bestens seit dem Deutschlandlauf im vergangenen Jahr, beide waren beim Nord- Südtrip durch Deutschland dabei. Karl ist seitdem nicht mehr richtig ins Laufen gekommen, hat gesundheitliche Probleme und startet morgen zum Wandermarathon, seine Frau Cornelia wird mit mir morgen beim Ultra am Start stehen.

Bei herrlichen Frühsommerwetter geht’s anschließend ins Hotel nach Witzenhausen. Gleich nebenan lädt ein Biergarten zum Verweilen ein. Doch zulange bleibt keine Zeit, mein Start um 8:30Uhr ist nicht kompatibel mit den Frühstückszeiten hier im Hotel. So werde ich morgen auf dem Weg nach Kleinalmerode einen Bäcker aufsuchen, um mich mit Kaffee zu wecken und eine Kleinigkeit zu essen.

Alles klappt wunderbar und mir bleibt am Start noch Zeit für ein paar nette Unterhaltungen. Weitere Deutschlandläufer und gute Laufbekannte treffe ich an der Startlinie. Mittlerweile bin ich in der Ultralaufszene einfach zuhause und werde vielfach angesprochen. Pünktlich um 8:30Uhr geht es los und ich habe doch ein etwas flaues Gefühl für die nächsten 57 Km durch den Kaufunger Wald und rund um den Bilstein.

Es wird sehr warm werden heute – das ist nichts Neues für mich, wenn auch in diesem Jahr noch nicht sehr erprobt. Doch das Handicap mit der angebrochenen Rippe gibt mir zu denken …. zuviel überlegen und übertriebene Vorsicht ist nicht das, was mich beim Laufen beflügelt. So ist es nun aber mal und ich werde bei den Trails einfach langsamer laufen. Schon nach wenigen Km geht’s erstmals ins Unterholz, übersät mit Wurzeln und Steinen, dazu verwirrendes Licht- Schattenspiel, für mich mit eingeschränkten Sichtfeld eine zusätzliche Belastung. Doch die Freude über die tolle Natur, herrliches Wetter und abwechslungsreiche Wege wiegen das sofort auf. Ich werde hier sicherlich keine tolle Zeit laufen können, aber ein tolles Lauferlebnis haben – das geht mir durch den Kopf, als ich mit gebremsten Schaum wieder mal über einen Trail downhill laufe.

Nach der ersten 9Km-Schleife sind wir wieder nahe Kleinalmerode, biegen aber vorher ab und erreichen den ersten VP. Noch ist die Wärme kein Thema, aber es ist erkennbar, das wird noch. Strahlend blauer Himmel – von der Teilnahme 2017 weiß ich jedoch, ein Teil der Strecke ist im geschützten Wald, da ist es sicherlich erträglich. So bestätigt sich das auch und auf den Höhen des Bilsteins weht gelegentlich eine frische Brise …. herrlich!

Wieder mal sehe ich einen Marathon-Wanderer vor mir (an der Start-Nr. leicht erkennbar), Sie sind bereits eine Stunde vor uns gestartet und nun werden immer wieder welche überholt – doch diese Statur vor mir kenne ich doch: hochgewachsen und schlank – na klar, das ist der Karl Rohwedder. Ich begrüße Ihn und wünsche alles Gute weiterhin auf seiner Wanderung. Das Feld zieht sich relativ schnell auseinander und verliert sich auf der Strecke, doch das ist bei der detaillierten Markierung kein Problem. Die alle 5 Km eine Distanzangabe sowie ca alle 6-7Km ein VP, alles Bestens organisiert, das Orga-Team vom BiMa versteht sein Handwerk – hier gilt der Grundsatz Läufer wissen am besten, was Läufer brauchen.

Letzter KM vorm ZielEs geht weiter nach dem Motto – flach ist anders, immerhin sind das 1.500 Hm verteilt auf die 57 Km. Doch ich bin einigermaßen erstaunt, wie gut sich das Laufen mit dem Handicap anfühlt – meine Rippe macht sich kaum bemerkbar. Genauso hatte ich es erhofft und nach den Trainingsläufen fast erwartet. Ich kenne meinen Körper nach so vielen Trainings und Wettkämpfen doch schon sehr genau und kann es einschätzen was ich mir zumuten kann und was ich besser sein lasse.

Mit diesem Gefühl laufe ich weiter dem Bilstein entgegen, doch erstmals geht es über eine Art Hochebene. Hier gibt es jede Menge Wind – genau deshalb hat man hier eine Art kleiner Windpark gebaut und wenn man so ganz nah an den Rotoren vorbeiläuft ist es fast ein beklemmendes Gefühl, denn so ganz lautlos sind diese gewaltigen Rotorblätter natürlich nicht. Meine Erinnerung sagt, es geht anschließend etwas bergab, bevor es anschließend den langgezogenen Aufstieg zum Bilstein hochgeht.

Da bin ich im vergangenen Jahr fast komplett hochgelaufen und genauso werde ich es diesmal auch wieder versuchen – ganz gelingt es mir nicht, doch viele Gehpausen muss ich nicht einlegen. So erreiche ich die Bilsteinhütte mit der Blasmusik davor fast im Plan, der da lautet nicht allviel über einen 6er-Schnitt zu laufen. Bei Km 45 und 4:51Std ist die höchste Stelle erreicht und ich darf mich auf reichlich KM im Downhill-Modus freuen.

Ich habe noch die Reserven und kann es gut laufenlassen, gelegentlich ist ein Km unter 5min drin – doch ich weiß, der BiMa ist zum Schluß noch mal etwas fies. Das hat sich der Streckenplaner Gerno Semmelroth nicht nehmen lassen und ein paar „kleine Gemeinheiten" zuletzt eingebaut – ich kann’s Ihm nicht verübeln….

Und was solange gut gegangen ist, 3 Km vorm Ziel geht’s schief – eine kleine Unaufmerksamkeit, einmal den Fuß nicht hoch genug gehoben…. Ich bleibe an einen eigentlich unscheinbaren Stein auf dem Feldweg hängen und falle im gemäßigten Tempo nach vor. Ein nicht für möglich gehaltener Reflex – ich drehe mich beim Fallen automatisch nach links, ich falle auf’s Knie, nicht weiter schlimm, es blutet und die Schürfwunde ist reichlich verdreckt. Doch meine rechte Seite mit der angebrochenen Rippe bleibt unversehrt!

Alles nochmal gutgegangen …. Ich rapple mich hoch und laufe weiter – kein Problem …. nur etwas Ärgern über die Unachtsamkeit. Doch die letzten Steigungen, die da noch anstehen erfordern meine Konzentration und Kraft … für’s Jammern bleibt keine Zeit und auch wenig Grund. Ich stelle fest, es werden doch einige Minuten über die 6Stunden bis ich ins Ziel komme. Der letzte KM entschädigt wieder etwas, einige Zuschauer stehen da und feuern an, Kleinalmerode und damit das Zielbanner naht – noch den letzten Hügel hinunter, der Moderator kündigt mich bereits an, die letzte Rechtskurve dann über die Ziellinie. Ich stoppe meine Uhr bei 06:07:10Std und bin damit bei den Männern auf Platz 31. In der AK M55 belege ich den 3.Platz.

Glücklich über mein Finish gehe ich zu den Sanitätern und lasse mir meine Schürfwunde am linken Knie desinfizieren. Nach dem Duschen im Sportheim genieße ich noch das reichhaltige Kuchenbuffet und einige nette Läuferunterhaltungen.

Mein Fazit zum Bilstein-Marathon: Absolut empfehlenswert!

Eine Stunde später mache ich mich auf dem Heimweg.

Im Ziel mit Anton Lautner Reporter von Marathon4You 

Ergebnis:

31. 99 Roland Krauss 1962 m Senioren M55 LG Ultralauf 6:07:10

Text und Fotos: Roland Krauss 15.05.2018

Sind Labels wichtig, sinnvoll oder notwendig? Die Herausgeber von Labels definieren gewisse Anforderungen für Labels und Läufer können daher anhand der Labels sofort bestimmte Merkmale von Veranstaltungen erkennen ohne die Ausschreibung genau zu lesen.

LabelsBei dem BUF nutzen wir vier Labels: DLV – genehmigter Lauf. Der DLV hat verschiedene Labels. Sie richten sich u.a. nach der Disziplin. Wir richten mit dem 24h-Lauf eine „stadionferne Veranstaltung“ aus, für die der DLV keine Bestenlisten pflegt. Da sind die Anforderungen nicht sehr hoch. Die Veranstaltung steht im DLV-Kalender, wir können eine „Verbandsaufsicht“ beantragen, dann kommt ein Kampfrichter, der die ordnungsgemäße Durchführung bestätigen kann. Durch diese Genehmigung ist es eine „offizielle Veranstaltung“ und das ist beispielsweise versicherungstechnisch wichtig. Ohne wären nur Läufer, die in einem Verein sind, sportunfallversichtert, mit Genehmigung sind alle Teilnehmer, aber auch Helfer und Besucher versichert. Im Gegenzug berechnet der DLV den „Finisher-Euro“, der in Wirklichkeit nur ein halber ist.

Das DLV-Label ist eine zwingende Voraussetzung für die Bestenlistenfähigkeit des Laufes für die DUV-Statistik. Darüber hinaus muss natürlich die Strecke „amtlich vermessen“ sein und eine Restmetererfassung erfolgen.

All diese Kriterien müssen ebenfalls für die Erlangung des IAU-Bronzelabels gegeben sein. Das Label sichert zu, dass die erbrachten Leistungen auch in den internationalen Bestenlisten aufgenommen werden. Die Anerkennung von Rekorden/Bestleistungen ist noch einmal ein ganz anderes Thema, aber ohne ein IAU-Label geht gar nichts.

Die DUV vergibt zwei Labels: Das DM-Label und das Cup-Label. Es gibt in Summe 2018 16 Cup-Läufe, in denen die Ultraläufer Cup-Punkte sammeln können. Diejenigen, die bei drei oder vier Läufen in ihren Altersklassen die meisten Punkte erlaufen, erhalten Anfang des nächsten Jahres schöne Preise.

Das DM-Label vergibt die DUV an die 4 Meisterschaftsveranstaltungen. Für die Organisation von Meisterschaften gibt es zahlreiche Regeln der DUV, die Eingang in die Ausschreibung und Abläufe finden.

Fazit: Labels dienen der schnellen Orientierung über bestimmte Merkmale von Veranstaltungen. Insbesondere die Bestenlistenfähigkeit ist für viele Läufer bei ihren Laufhöhepunkten wichtig. Sie ist aber längst nicht bei allen Veranstaltungen gegeben.

Text: Michael Irrgang, 08.05.2018

 

Bodenseelauf (Teilbereich) am 27. / 28.4.2018

 

Am Freitag den 27.4.2018 um ca. 9 Uhr war für mich der Startbeginn für mein Vorhaben rund um den Bodensee zu laufen. Los ging es kurz vor Ludwigshafen bei einem Obstgeschäft, wo ich mein Auto abstellte. Das Wetter war herrlich und ließ auch noch weitere Tage von dieser Sorte erwarten. C:\Users\Franz\OneDrive\Bilder\Eigene Aufnahmen\20180427_071336072_iOS.jpg 
Den Rucksack umgeschnallt und los ging es. Das Tempo war durch den Rucksack dementsprechend gebremst. Das Gewicht von 8 kg ist nicht ohne, wenn man laufen und nicht gehen möchte. Die Laufstrecke hatte ich von der Komoot-App unter Bodensee-Kompass auf dem I-Phone gespeichert. Durch das I-Phone erfolgt wie beim Navi im Auto eine Sprachansage und somit braucht man nicht laufend auf das Handy zu starren. An manchen Stellen war es jedoch empfehlenswert einen Blick darauf zu werfen.
C:\Users\Franz\OneDrive\Bilder\Eigene Aufnahmen\20180427_073259747_iOS.jpg
Der Bodenseerundweg ist beschildert. Der Weg ist mehr direkt am See und lässt das schöne Hinterland außer acht. Die schönsten Trails findet man jedoch hauptsächlich im Hinterland. Am Ortsausgang von Ludwigshafen führte der Weg links ab durch die Obstfelder hindurch. Die Jahreszeit war für diesen Lauf gut gewählt, denn die Obstbäume und die Natur standen in voller Blüte. C:\Users\Franz\OneDrive\Bilder\Eigene Aufnahmen\20180427_073143983_iOS.jpg
Im Bereich von Sipplingen trennte sich schon mal die offizielle Bodenseestrecke von der von Komoot. Ich habe es erst bemerkt, nachdem mich Komoot darauf aufmerksam machte. Also lief ich das kurze Stück zurück, denn ich wollte nach Komoot laufen. Der Grund dafür ist, dass ich inzwischen Komoot kenne und weiß, dass es die kleinsten Wege, Trails und alte Wiesenwege sucht, um ans Ziel zu kommen. Es ging dann stark steigend nach oben und man konnte gut erkennen, dass kaum noch einer diesen Weg läuft.

Dann eine Schlüsselstelle. Sie werde ich so schnell nicht vergessen. Um eine Kurve herum sah ich einen Tisch mit einer Kerze und zwei Stühlen und gegenüber einen Hochstand. Aber es war kein Weg mehr sichtbar. Wahrscheinlich eine Stelle für den Förster oder sonstige Gestalten, die es sich hier gemütlich eingerichtet haben. Für mich hieß es jetzt den Weg zu suchen.

Komoot zeigte mir, dass es hier nach oben geht, nur wo? So nach Ahnung, dass es hier es nach oben gehen könnte, begab ich mich auf den Weg, steil, zum Teil rutschig und feucht. Irgendwann kommt die Stelle, wo man nicht mehr zurück will und es geht steil nach unten. Nur wo geht es nach oben? Zur Seite ging ein Trampelpfad von Tieren angelegt, gerade so sichtbar. Also nichts wie weiter. Ich fühlte mich um Jahre zurück in die Schul- und Jugendzeit versetzt. Es ging fast immer vorwärts. Nur nicht zurückblicken, auch nicht zur Seite, denn dort ging es nur nach unten. Der Trampelpfad war verdammt brüchig und weich. Die Schuhe haben Schwierigkeiten nicht abzurutschen. Hier hätte ich mir gerne Stöcke gewünscht, aber auch die herumliegenden Holzstöcke waren dabei behilflich. Mit einem Holzstock und auf allen Vieren überstand ich diese Überquerung. Anschließend nochmals steil aber gut gehbar ging es nach oben. Oben traf ich auf einen Trail. Vielleicht hatte ich doch nicht ganz den richtigen Pfad erwischt, aber schön war es doch. Kurz darauf stand ich vor dem Haldenhof, der einen hervorragenden Blick über den Bodensee zuließ. C:\Users\Franz\OneDrive\Bilder\Eigene Aufnahmen\20180427_083154150_iOS.jpg

 

 

C:\Users\Franz\OneDrive\Bilder\Eigene Aufnahmen\20180427_083549500_iOS.jpg
Anschließend ging es wieder nach unten mit Ausblick auf den Bodensee und auf richtig schöne Trails. Kurz vor Überlingen hatte ich  die Bodenseenähe wieder erreicht. In Überlingen ging es durch die Strandpromenade, die mit Touristen voll war. Nach Überlingen ging es weiter durch die Obstgärten zum Kloster Birnau. C:\Users\Franz\OneDrive\Bilder\Eigene Aufnahmen\20180427_073259747_iOS.jpgInzwischen war es ca. 13 Uhr und ich genehmigte mir eine kurze Rast bevor es auf einer Anhöhe weiter nach Meersburg ging . Wieder hinein in das Touristengewühl runter zur Uferstraße. Kurz ein Eis geholt, obwohl sich die Eisverkäuferin beschwert hatte, dass ich mit freien Oberkörper lief. Beim nächsten Mal muss ich mich glaube ich ganz nackig machen. Auf alle Fälle das Eis war gut. C:\Users\Franz\OneDrive\Bilder\Eigene Aufnahmen\20180427_073417810_iOS.jpg

Der Weg führte weiter Richtung Friedrichshafen. Der schönste und auch schwierigste Teil war nun vorbei. Nach Immenstadt ging es mal ca. 5km neben der Hauptstraße entlang. Das war ganz und gar nicht schön. Die Zeit lief und ich hinkte weit meiner Zeiteinteilung hinterher. Die Strecke von Ludwighafen bis Friedrichshafen hatte viel mehr Zeit geschluckt als ich mir vorgenommen hatte. Dazu kommt noch der Rucksack. Die acht Kilo belasteten den Körper auf die Dauer doch gewaltig. Die Schulterriemen drückten, der Rücken, die Hüftknochen und der kleine Zeh muckten immer mehr auf. C:\Users\Franz\OneDrive\Bilder\Eigene Aufnahmen\20180427_092647713_iOS.jpg
In Friedrichshafen habe ich am Busbahnhof eine Pause mit Kaffee und Kuchen eingelegt. Dabei wurde auch der Wasservorrat ergänzt. Dann ging es wieder weiter, wobei gehen der richtige Begriff ist. Es ging dann meist in Seenähe weiter und da die Temperaturen sehr angenehm waren, war für den Abend der Bodensee für viele Menschen ein guter Aufenthaltsort. Überall saßen sie und grillten am Strand. Auch Läufer sind plötzlich wieder unterwegs. Bisher sah ich keinen. Irgendwann ging es wieder mehr ins Hinterland und die Nacht holte mich immer mehr ein. In Friedrichshafen hatte ich schon die Shirts angezogen aber jetzt kam dann doch die Nachtfrische durch die Kleidung. Es wurde kalt und Zeit sich wärmer anzuziehen.
C:\Users\Franz\OneDrive\Bilder\Eigene Aufnahmen\20180427_141402142_iOS.jpg

 

C:\Users\Franz\OneDrive\Bilder\Eigene Aufnahmen\20180427_183218358_iOS.jpg

 

C:\Users\Franz\OneDrive\Bilder\Eigene Aufnahmen\20180427_183224151_iOS.jpg

 

C:\Users\Franz\OneDrive\Bilder\Eigene Aufnahmen\20180427_183230158_iOS.jpg

Nachts um ca. zwei Uhr war mir kalt. Einkehr beim MC und anschließend wieder weiter. Ich kam nicht mehr ins Laufen, wollte noch bis Bregenz gehen, solange es noch dunkel war und anschließend wieder laufen. Am Ende von Bregenz musste eine Gartenbank herhalten, um kurz zu schlafen. Ab 4 Uhr morgens kam wieder Leben in die Welt. Es begann ein Vogelkonzert teilweise auch mit den Fröschen.

Zu quaken begann auch mein Körper. Er wollte nicht mehr so recht. Ich musste immer häufiger feststellen, dass ich ganz krumm ging. Am Rheindelta lief man die ganze Zeit auf dem Damm. Es war alles flach und in der Ferne sah man die Berge. Es war wieder eine ganz andere Gegend und diese Weite hatte natürlich auch seinen Reiz. Es sind viele Radfahrer unterwegs. Hier auf dem Damm entschloss ich mich aufzugeben. Es war kein richtiges Vorrankommen mehr und das Gehen, es gefiel mir nicht. Ich wurde immer krummer. Die Hüftknochen, der Rücken der Zeh. Wenn ich jetzt aufgebe, ist es immer noch besser als in irgendwas hinein zu laufen, dachte ich mir. Dennoch war dieser Lauf herrlich und ich werde ihn in vier Wochen wiederholen. Aber dann nur noch mit höchstens 4 kg im Rucksack. Wie ich das hin bekomme, ist mir noch ein Rätsel. Aber die Temperaturen sind dann auch anders. Heute am Dienstag habe ich keinerlei Beschwerden von meinem abgebrochenen Lauf und das ist das wichtigste. Jetzt am Wochenende ein 24Std-80km-Marsch mit dem Alpenverein und nächste Woche den Westweg und dann geht es wieder um den Bodensee.

 

https://www.komoot.de/tour/30515180

 

C:\Users\Franz\OneDrive\Bilder\Eigene Aufnahmen\20180428_040235313_iOS.jpg

 

C:\Users\Franz\OneDrive\Bilder\Eigene Aufnahmen\20180428_040124467_iOS.jpg

 

C:\Users\Franz\OneDrive\Bilder\Eigene Aufnahmen\20180427_141422512_iOS.jpg

 

C:\Users\Franz\OneDrive\Bilder\Eigene Aufnahmen\20180427_141624647_iOS.jpg

 

C:\Users\Franz\OneDrive\Bilder\Eigene Aufnahmen\20180428_053859659_iOS.jpg

 

C:\Users\Franz\OneDrive\Bilder\Eigene Aufnahmen\20180427_142114382_iOS.jpg

 Bilder und Text Franz Holzleitner 03.05.2018

LGUDL Logo400Zum 10jährigen Vereinsgeburtstag in diesem Jahr haben wir uns mehrere Aktionen überlegt. Eine davon ist der "LGU Deutschlandlauf". Unsere Mitglieder wohnen in ganz Deutschland, Österreich, der Schweiz und sogar in Norwegen. Alleine in Deutschland haben sie über 140 verschiedene Postleitzahlen!

Manchmal kennen sie sich, trainieren gemeinsamen, treffen sich bei regionalen Veranstaltungen oder bilden Fahrgemeinschaften. 

Damit sie sich noch besser kennenlernen können, haben wir einen Deutschlandlauf konzipiert, der unter dem Motto "wir besuchen uns" steht. Dazu haben wir eine Deutschlandkarte genommen und überall, wo unsere Mitglieder wohnen, ein Fähnchen gesetzt und beschriftet. Jeder Status hat eine andere Farbe. Im ersten Schritt sollten die Mitglieder Kontakt zueinander aufnehmen und mögliche Verbindungsstrecken diskutieren, diese können lang oder kurz sein, von Haustür zu Haustür gehen oder vom Bahnhof zum Biergarten. Völlig egal, Hauptsache, man macht irgendetwas gemeinsam.

LGU Bild2

Ein Ausschnitt der Karte zeigt die Präsenz im Ruhrgebiet.

Während teilweise noch die Strecken in Planung sind, wurde am vergangenen Wochenende bereits die erste Etappe gelaufen. Streng genommen war es sogar eine Doppeletappe, denn es ging von Nottuln über Bork nach Lünen.

LGUDL A 01

Mit Heide Großgarten und Kirsten Althoff startete ich pünktlich am Samstag zur ersten Etappe. Kirsten hatte einen wunderschönen Weg herausgesucht, der vor der Kirche in Nottuln (bei Münster) begann. 

LGUDL A 02

Später gesellten sich noch Carsten Schwenke und Michael Petry zu uns und in unserer kleinen Gruppe konnten wir sehr entspannt das Münsterland kennenlernen.

LGUDL A 03

Insgesamt waren es dann über 50 km, bis wir in Lünen ankamen, wo wir schon von Carstens Familie erwartet wurden. Mir sind die letzten 20 km doch etwas schwer gefallen, denn so kurz nach meinem 24h-Wettkampf war das eine nicht allzugute Idee, aber ich wollte bei der Auftaktetappe unbedingt dabeisein.

LGUDL A 04

Anschließend konnte bei gutem Wetter und reichhaltiger Auswahl an Speisen und Getränken der Tag genussvoll abgeschlossen werden.

Vermutllich werden bis einschließlich September weitere 50 Etappen in allen Teilen der Republik angeboten. Pfingsten wird es einen Zweitageslauf durch Schleswig-Holstein geben, im August plant eine Gruppe von München über Rosenheim nach Salzburg zu laufen. Eine öffentliche Etappe findet Ende Mai im Stuttgarter Raum statt:

Stuttgart 1
Start: 31.05.2018, 10 Uhr Pforzheim HBF
Pate: Jonathan Gakstatter
Im Rahmen des Deutschlandlaufes der LG Ultralauf zum 10Jährigen bestehen des Vereins wird es auch eine Etappe von Pforzheim nach Karlsruhe geben. Der Lauf ist als lockerer Gruppenlauf und nicht als Wettkampf geplant. Bitte denkt an eure Eigenverpflegung da wir ca. 50KM unterwegs sein werden. ... Wir würden uns über jeden Mitläufer freuen!

Auch öffentlich ist folgende Etappe: 

Heidelberg 1
"Nordbadischen Schlösser-Lauf", vom Schloss Heidelberg über Schloss Bruchsal zum Schloss Karlsruhe ca 60 km.

Hier fehlen noch einige Details, aber die sind in Vorbereitung. Auch viele andere Etappen sind bereits in Vorbereitung.

Eine Tabelle mit einer Übersicht aller geplanten, öffentlichen Etappen werden wir auf unserer Homepage veröffentlichen. Für alle Fragen, Anregungen oder auch Unterstützungsangebote haben wir eine eigene E-Mail-Adresse eingerichtet: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Wir sind selbst sehr gespannt, wie sich das Projekt entwickelt und werden hier unregelmäßig geplante Läufe vorstellen und von deren Umsetzung berichten. 

Text und Bilder: Michael Irrgang, 30.04.2018