Laufgemeinschaft der Deutschen Ultramarathon-Vereinigung e.V.

Was erwarten die Starter des Platinman-Trailruns bei Hennef in jedem November: einen wunderbaren abwechslungsreichen Landschaftslauf, Matsch, steile Anstiege und gut laufbare Downhills!

Plantinman

Die StarterInnen wurden auch 2017 nicht enttäuscht. Mit 28,35km ist der Platinman heuer mit einer leicht veränderten Streckenführung ein wenig länger und bietet mit 835 Höhenmetern auch noch ein paar mehr Gelegenheiten, bergauf zu laufen. Und das wie in den Vorjahren beim Anstieg zum Stachelberg mit bis zu 52% Steigung.

Und Matsch? Mega! Der Regen und die forstlichen Rückearbeiten der letzten Wochen sorgten für beste Voraussetzungen für einen morastigen Untergrund. Wir starteten pünktlich um 11:00 Uhr bei leichtem Nieselregen in Lauthausen an der Sieg. Der Trail folgte der ansteigenden Teerstraße in Richtung Bödingen und wechselte dann bald auf einen kleinen Grasweg. Hier wurde einmal klargestellt, was man in auf den nächsten 28kms zu erwarten hatte. Schon von den vielen Läufern vor uns ordentlich zerpflügt, hatten einige LäuferInnen schon leichte Schwierigkeiten, sich bei dem matschigen Grund auf den Beinen zu halten. Die Läuferin vor mir (mit dem T-Shirt, auf dem ein Hase mit einem Banditentuch vor der Hasennase mit der Überschrift „You can’t stop Veganism“ abgebildet war), stürzte, versuchte aufzustehen und stürzte wieder … guter Einstieg.

Bald darauf folgte zum Ausgleich ein wenig Asphalt beim Ortsdurchlauf durch Bödingen. Dann gab es sehr schöne Downhills bei tiefem Untergrund und Anstiege, die einige Körnchen verbrauchten. Bei dem steilsten der Anstiege, bei denen ich schon leicht angezählt ins Gehen gewechselt bin, wurde ich vom Veganhasen immer wieder locker laufend überholt – Chapeau, ich war begeistert. Beim matschigen Downhill von der Stachelhardt hinunter konnte ich dann wieder vorbeilaufen – das war ja schließlich meine Wochenend-Heimstrecke. Peter Wasser von der LLG Kevelaer lief meistens in Sichtweite vor mir und sorgte für eine gute Pace – eine große Hilfe. Nach 25km, kurz vor dem Ziel, konnte ich endlich ein wenig schneller laufen und war mit 2:56 oder so ähnlich im Ziel. Die schöne Medaille aus Holz und die nette Zielverpflegung rundeten das Laufabenteuer ab – ein schöner Sonntag im November, da kann es gerne auch nieseln, kalt und grau sein – auch gut!

Ebenfalls von der LG Ultralauf war Nora Karnowski auf der Strecke. Auch sie berichtete begeistert von der Strecke und dem Matsch.

Hompage Platinman: Link

Text und Bild: Stefan Henscheid, 14.11.2017

 

Am Sonntag fand in Steinfurt der Lauf Steinhart666 statt. Auf dem Vierrundenkurs werden insgesamt 666 Höhenmeter gelaufen - daher der Name. Den Lauf in der Nähe von Münster muss man nicht unbedingt kennen. Er findet immer im November statt und hat meist um die 40 Finisher. Dieses Jahr allerdings ein paar mehr, nämlich 59, REKORD! Und das hat einen Grund.

Cup1

Unter den Startern waren auch Dirk Bohne, Dirk Minnebusch und Katharina Bey. Das besondere in diesem Jahr war, dass in Steinfurt der letzte Wertungslauf zum DUV-Cup 2017 stattfand. Der DUV-Cup ist das für Läufer, was die Bundesliga für Vereine ist: Eine laufübergreifende Meisterschaft!

Cup2017Seit 2014 gibt es dieses Format, bei dem jeder mitmachen kann und in die Cup-Wertung kommt, sobald insgesamt drei Wertungsläufe beendet wurden. Die Leistungen werden von den DUV-Statistikern in Punkte umgerechnet und addiert. Die Cup-Läufe sind einer von zwei Kategorien zugeordnet, wobei seit letztem Jahr die Meisterschaftsläufe auch Cup-Läufe sind. In jeder Kategorie gibt es 8 Läufe, man muss aus jeder Kategorie mindestens einen Lauf in der Wertung haben, maximal kommen die vier besten Läufe in die Wertung. Es gibt insgesamt drei Altersklassen, die mittlere vereint die teilnehmerstarke Gruppe MW 45/50, die anderen Klassen sind die Jüngeren und die Älteren.

In Summe gab es dieses Jahr etwas weniger Cup-Platzierte als im Vorjahr. Aber im letzten Jahr gab es mit dem Rodgauer 50km-Lauf und dem Rennsteiglauf zwei Großveranstaltungen dabei. Da viele von uns gerne an den Meisterschaften teilnehmen, überrascht es nicht, dass man in der Ergebnisliste oft den Vereinsnamen LG Ultralauf findet. Fand man bisher auf den vorderen Plätzen meist Kaderathleten, so konnten sich diess Jahr doch einige von uns ganz vorne platzieren.

 

Cup Katrin

Kathrin Tüg-Hilbert

Gesamt: Platz 2

AK W45-55: Platz 2

Die vielseitige Läuferin nahm an vier Meisterschaften teil, nämlich in Münster, Berlin, Gotha und Schwäbisch-Gmünd

Cup Kathy

Katharina Bey

Gesamt: Platz 3

AK W-44: Platz 1

Sie war unter anderem sehr stark an der Zugspitze und holte sich in Steinfurt viele Punkte, um auf diesen Podestplatz zu springen.

Cup Sylvia

Sylvia Faller

Gesamt: Platz 6

AK W45-55: Platz 3

Für Sylvia ist es der Abschluss eines fantastischen Jahres. Sie sammelte in ihrer Altersklasse, mit der Frauenmannschaft und der Mannschaft 50+ zahlreiche Medaillen.

Cup Fabian

Fabian Benz

Gesamt: Platz 2

AK M-44: Platz 2

Auch er nahm an vier Meisterschaften teil: Münster, Zugspitze, Gotha und Schwäbisch Gmünd. Insbesondere an der Zugspitze war er sehr stark.

Cup Walter

Walter Hösch

Gesamt: Platz 13

AK M-55+: Platz 3

Auch bei Walter kamen die gleichen vier Meisterschaften in die Wertung. Auch er zeigte das ganze Jahr über eine konstant sehr gute Leistung.

Cup Franz

Franz Holzleitner

Gesamt: Platz 30

AK M55+

Was seine Bilanz auszeichnet ist, dass er an 7 Cup-Läufen teilgenommen hat! Dazu gehört schon das ganze Jahr eine reichliche Portion Motivation und beste Gesundheit. Uwe Jahn hat ebenfalls 7 Läufe in der Wertung, niemand mit 6 und 5 Läufer mit 5 Wertungen.

 

Gesamt- Rang AK-Rang Nachname, Vorname Verein Jg. AK  Anz Läufe Cup Wertung
2 2 Benz, Fabian LG Ultralauf 1988 M-44 4 1907
12 5 Minnebusch, Dirk LG Ultralauf 1971 M45-54 4 1363
13 3 Hösch, Walter LG Ultralauf 1959 M55+ 4 1337
14 4 Krauss, Roland LG Ultralauf 1962 M55+ 5 1322
17 8 Sittner, Falk LG Ultralauf 1981 M-44 3 1267
19 6 Jancker, Hans-Dieter LG Ultralauf 1952 M55+ 3 1203
22 8 Vogl, Konrad LG Ultralauf 1961 M55+ 3 1093
23 9 Gakstatter, Jonathan LG Ultralauf 1996 M-44 3 1056
27 10 Schöne, Helmut LG Ultralauf 1967 M45-54 3 891
30 11 Holzleitner, Franz LG Ultralauf 1950 M55+ 7 800
34 12 Irrgang, Michael LG Ultralauf 1964 M45-54 4 676
2 2 Tüg-Hilbert, Katrin LG Ultralauf 1970 W45-54 4 1608
3 1 Bey, Katharina LG Ultralauf 1990 W-44 4 1549
6 3 Faller, Sylvia LG Ultralauf 1965 W45-54 3 1108

 

Gewonnen haben übrigens Ramin Madani Moghaddam von VFL Herrenberg bei den Männern und Sigrid Hoffmann von der LG Westerwald bei den Frauen.

Alle Gewinner werden in den nächsten Tagen von der DUV angeschrieben und erhalten ihren Preis im Rahmen der DUV-Mitgliederversammlung.

Die Cup-Läufe für das nächste Jahr stehen auch fest und so freuen wir uns schon auf eine spannende CUP-Saison 2018.

Cup-Ergebnis 2017: Link-Frauen, Link-Männer

DUV-Bericht mit den Terminen für 2018: Link

Text und Bilder: Michael Irrgang, 13.11.2017

Rheine FBIn loser Folge behandeln wir Themen zur DM. Wir beginnen mit dem wichtigsten: Dem Training.

Vor dem Training muss man sich zunächst motivieren, sonst gibt das nichts. Also: Jahresplanung durchdenken, Veranstaltungen raussuchen und persönliche Ziele definieren. Super wäre jetzt an dieser Stelle folgendes Szenario: Saisonhöhepunkt bei der 100km DM am 10.3.2018. Am besten gleich anmelden, um für sich selbst und für andere das Ziel zu manifestieren.

Dann kann man ganz gut rückwärtsplanen, eine Woche tapern, dann 8 Wochen Wettkampftraining, wobei die letzte Woche eine Erholungswoche ist, davor 4 Wochen Tempotraining, ggf. mit einem schnellen Marathon zum Abschluss, davor 4 Wochen Wintertraining mit langen Läufen, Athletiktraining und in der Endphase Vorbereitung zum Tempotrainings. So der grobe Plan.

Schaut man sich die Termine genauer an, stellt man fest, dass Anfang Januar beispielsweise der Kevelaer-Marathon und Ende Januar Rodgau ganz gut passen.

Man kann diese Wettkämpfe ganz gut am Ende des Belastungsblocks und vor der Erholungswoche laufen. Zu viele belastende Wettkämpfe sollte man allerdings nicht machen, d.h. weitere Wettkämpfe dann eher als Trainingslauf gestalten und nur laufen, wenn sie in die Struktur passen.

Zur Gestaltung der Belastungswochen sind auf unserer Internetseite zwei sehr verschiedene Pläne veröffentlicht. Der erste ist "für Leute ohne Zeit" und ist auf Effizienz optimiert. Man kommt mit vier Einheiten und etwa 8 Stunden Aufwand die Woche aus.

Der andere ist "für Ambitionierte". Er eignet sich nur für Läuferinnen und Läufer, die absolut gesund sind und schon mehrere Jahre Ultras laufen. Und die notwendige Motivation bringt außerdem nur der- oder diejenige auf, der/die sich auch im Wettkampf hohe Ziele setzt. Gehörst du dazu?

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Die Spitzengruppe bei der DM in St. Leon-Rot 2015.

Auch 2018 erwarten wir in Rheine viele Spitzenläufer, da man sich dort ideal für die 100km WM 2018, die im September in Kroatien stattfindet, qualifizieren kann.

Aber völlig egal, ob du vorne oder hinten mitläufst: Wir freuen uns auf dich! Komm und mache mit!

Link zur Ausschreibung: Hier klicken

Fragen und Kommentare am besten auf unserer Facebookseite: Hier klicken

Link zur Trainingsseite 100km: Hier klicken

Link zum Plan „für Leute ohne Zeit“: Hier klicken

Link zum Plan „für Ambitionierte“: Hier klicken

Link zum Plan „Tempotraining für Ultraläufer“: Hier klicken

Link zum Blog von Jens Allerheiligen. Jens hat aus „seinem ersten Läuferleben“ eine 8:58h stehen, läuft nach einer mehrjährigen Pause seit 2017 wieder und hat für 2018 ein ehrgeiziges Ziel: Eine Zeit um die 9 Stunden. Er ergänzt fast täglich seinen Blog. Hier klicken

Michael Irrgang, 11.11.2018

Albania 2017 – The Hidden Treasure,  Etappenlauf 210 Km, 8000Hm+, 6 Etappen

Vom 10.09 bis 15.09.2017 habe ich am ersten, jemals in Albanien durchgeführten Ultra-Etappenlauf teilgenommen. Ein echtes Erlebnis in einem Land mit freundlichen, netten Menschen und unerschlossenen Landschaften!

Von diesen facettenreichen Landschaften haben wir in 6 Etappen 210 km mit 8000 positiven Höhenmetern laufend „genießen“ dürfen. Albanien ist das Land, welches erst vor wenigen Jahren für Besucher und Touristen geöffnet wurde. Bis auf die Küstenregionen, die Hauptstadt Tirana sowie einigen wenigen Orten ist dort erst sehr wenig erschlossen. Da unser Lauf weit im Landesinneren startete, haben wir viel von den nicht erschlossenen Regionen sehen können.

Ich bin bereits am Donnerstag, den 7.9 angereist, um mich ein wenig zu akklimatisieren, aber auch um mir die Hauptstadt Tirana anzuschauen. Es sind bereits einige andere Teilnehmer eingetroffen. Der Rest trudelte dann im Laufe des Freitags ein. Da dies mein fünfter Lauf mit dem Veranstalter Global-Limits war, kannte ich bereits einen Großteil der Läufer. Es war ein fröhliches Wiedersehen und man hatte sich viel zu erzählen.

Nach dem Race-Check-In mit Ausrüstungskontrolle etc. fand am Abend das Begrüßungsdinner im Hotel statt. Nach dem Frühstück am nächsten Morgen ging es dann in einer ca. 3 stündigen Busfahrt ins Landesinnere, zum ersten Camp in der Burgruine von Berat (Weltkulturerbe).

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Die Zelte waren mitten in dem Innenhof aufgebaut. Leider regnete es ein wenig. Nachdem wir uns eingerichtet hatten, haben wir uns natürlich noch die Burganlage angeschaut. Die Nacht war unruhig (trotz Ohrstöpseln), da natürlich die Schnarcher zuerst einschlafen!

Sonntag, Etappe 1, 38km, 1300hm

Zum Start ging es hinunter auf die Promenade der Stadt. Hier wurden wir dann von offizieller Seite Albaniens begrüßt. Danach sang eine Kinder-Gesangsgruppe die Nationalhymne. Noch ein paar Fotos, dann wurde durch die Bürgermeisterin von Berat das Rennen gestartet. Ein toller, anstrengender, erfahrungs- und erlebnisreicher Lauf begann.

Die ersten 18 km ging es neben einem Flussbett nur leicht, aber ständig bergauf. (Ihr kennt das…, man kann die Steigung nicht sehen, aber man spürt sie, weil die Beine immer schwerer werden!) Dann ging es aber auch steiler bergauf. Insgesamt waren es etwas über 1300hm. Mit der Temperatur von 33-34 Grad hatten einige schon ganz schön zu kämpfen. Für mich als „Schön-Wetter-Läufer“ gerade richtig, aber die Höhenmeter machten mir „Flachländer“ ganz schön zu schaffen. Das heutige Ziel war eine Dorfschule in der auch übernachtet wurde. In dem 150m entferntem Dorf (7 Häuser, zwei davon „Gaststätten“) gab es Cola und auch Bier! Welch ein Genuss! Wir schliefen zu zehnt in einem Klassenraum, ein Glück ohne „Schnarcher“.

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Montag, Etappe 2: 36,6km , ca. 1200hm+ / 1600hm-

Heute sollte es noch in wenig wärmer werden. Der Start erfolgte um 7 Uhr, als es noch angenehm kühl war. Es galt einen schon einen weithin sichtbaren Bergsattel zu überqueren. Zunächst ging es auf Schotterwegen ca. 7 km leicht auf und ab. Dann ging es weiter auf Singletrails bergauf Richtung Bergpass. Es wurde kontinuierlich wärmer und es wehte uns ein zunehmend stärker werdender Wind entgegen.

Die Landschaft war einfach toll! Weiter ging es auf technisch recht anspruchsvollen Singletrails bergab bis zum nächsten Checkpunkt in einem kleinen Dorf. Dann ging es über Schotterstraßen weiter bergab, insgesamt fast 1500hm auf 12km.

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Im Tal angekommen liefen wir ein Stück an einer Straße entlang. Mittlerweile war es über 36 Grad! Nach Überquerung einer Brücke ging es „gefühlt“ ewig (2km) über eine Straße steil hinauf. Die Hitze war mörderisch. Zu Glück war gleich am Ziel auch ein kleines Geschäft. Den ersten Liter Cola inhalierte ich, später das Bier genoss ich.

Übernachtet wurde heute bei Familien im Dorf. Wir schliefen zu zehnt, verteilt auf Wohn- und Schlafzimmer, bei einem sehr netten älteren Ehepaar. Dort durften wir auch die Dusche benutzen. Frisch gewaschen ist man gleich ein neuer Mensch. Die Hitze des Tages wurde dann am Abend durch ein gewaltiges Sommergewitter beendet. Waagerecht „fallenden“ Regen sieht man doch eher selten. Große Teile der Nacht regnete es. Zum Glück lagen wir im Trockenen.

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Dienstag, Etappe 3: 54,8km, ca. 2100hm+ / 2200hm-

Heute stand die längste Etappe auf dem Programm. Auf den ersten 18 Kilometern waren knapp 1000 Höhenmeter zu überwinden. Durch den Regen der letzten Nacht war es extrem schwül und der Boden war entsprechend aufgeweicht und rutschig. Aber die Strecke war genial (fast komplett Single-Trails)!

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Es ging durch sehr einsame Landschaft in der es keinerlei Straßen gab.

t3 4Vereinzelt wohnten hier Menschen (Hirtenfamilien) die sich nur zu Fuß oder per Lastpferd und Esel versorgen können. Das meckern der Ziegen und Schafe war immer weithin zu hören. Die teilweise sehr steilen Anstiege machten mir als „Flachländer“ mal wieder mächtig zu schaffen. Oben angekommen ging es dann 17km über eine einsame Schotterpiste kontinuierlich bergauf und bergab weiter bis zum Checkpoint 4. Dieser war in einem kleinen Dorf, in der es eine Kneipe gab. Hier versorgte ich mich erst mal mit Cola. (Zwei Dosen sofort und zwei weitere in den Rucksack für später). Einfach köstlich, zumal die Sonne, seitdem ich die Schotterpiste erreicht hatte, gnadenlos vom Himmel schien. Weiter ging es nun bergab. Die Berge rückten immer mehr zusammen und der Weg führte für einige Kilometer durch ein schmales Tal an einem reißenden Fluss vorbei! Eine tolle Landschaft und ein wunderbares Gefühl hier laufen zu können und zu dürfen. Noch einmal ging es bergauf, aber oben angekommen, konnte man schon das heutige Ziel sehen. Die letzten 7 Kilometer führten dann hinunter bis an einen See, an dem unser heutiges Camp lag.

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Mittwoch, Etappe 4: 38,7km, ca. 1900hm+ / 2100hm-

t4 1Die heutige Etappe begann mit acht flachen Kilometern bis zu einer kleinen Stadt. Was dann kam, war für mich, auch rückblickend, der anstrengendste und nervenraubenste Teil der gesamten Woche.

1100 Höhenmeter über 9 Kilometer nur bergauf über einen Trail mit oft sehr lockerem Gestein, das ständig unter mir wegrutschte. Ich hätte wohl heulen können, als ich endlich oben war. Aber die Aussicht, die sich hier oben bot, macht schnell alles Leid vergessen!

Das Mittelmeer und am Horizont die Insel Korfu boten einen wunderbaren Anblick. Die nächsten 12 km ging es nun ebenso steil wieder herunter, aber zum Glück über eine Schotterstraße.

Der nächste Checkpoint lag in dem Bergdorf „Lazarat“, welches vor einigen Jahren wegen seines Drogenanbaus traurige Berühmtheit erlangte.

Danach folgte noch einmal ein Anstieg, allerdings zum Glück über schöne abwechslungsreiche Single-Trails, die gut zu laufen waren.

Von oben konnte man das Camp bereits in ca. 5 km Entfernung liegen sehen.

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Die Zelte waren heute innerhalb eines alten mesopotamischen Klosters aufgebaut, eine tolle Kulisse! Kurz vorher führte der Weg noch durch ein Dorf mit einigen Restaurants. In einem habe ich mich erst mal mit Cola und Bier fürs Camp versorgt. Ca. 500m vom Kloster entfernt floss ein breiter Bach in dem wir uns ausgiebig abkühlen und waschen konnten. Danach ein Bier und es geht einem wieder richtig gut!

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Donnerstag, Etappe 5: 43,2Km ca. 1500hm+ / 1500hm-

Und schon stand die letzte lange Etappe an. Von den heute zu bewältigenden 1500 positiven Höhenmeter konzentrierten sich leider knapp 800 auf einer Länge von 4 km. Doch zunächst ging es 4km über eine Straße erst langsam, dann steiler hinauf zu einem Dorf. Dann weiter über Singletrails leicht bergab bis zum ersten Checkpoint bei Kilometer 11. Die Strecke zog sich dann weiter durch relativ flaches Grasland unterbrochen immer wieder von bewaldeten Hügeln mit tollen Trails. Nach 20 km kamen einige Siedlungen und eine Schotterstraße begann. Nach einem scharfen Rechtsknick ging es in direkter Richtung auf eine Bergkette zu. Am Fuße der Berge war der dritte Checkpoint. Nun ging es im Zick-Zack immer steiler bergauf. Permanent meinte man, dass es nicht mehr weit sein könne bis nach oben. Aber dann kam die nächste Kehre.

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Ohne die perfekte Streckenmarkierung wären wir da, glaube ich, nie hochgekommen. Ich ließ es langsam angehen und erreichte dann endlich die Bergspitze. Es war mittlerweile auch wieder ganz schön warm geworden und manch anderem machte das auch ganz schön zu schaffen. Ich fühlte mich in der Hitze durchaus wohl und genoss die nun folgenden letzten Kilometer: 7 km downhill und die letzten 3km flach bis ins Ziel.

Fast während des gesamten downhills hatte man freien Blick auf das glitzernde Wasser der Adria und die Insel Korfu. Einfach wunderschön! Das heutige Ziel lag in einem Dorf, wo die Zelte auf dem Sportplatz aufgebaut waren. Zwei geschäftstüchtige Jungs verkauften Cola und andere Limonade sowie Bier. Ein Angebot, das alle gerne annahmen. Am Abend waren wir zu einem Folklorefest und zum Essen eingeladen. Die Veranstaltung fand extra wegen uns statt. Das gesamte Dorf war auf den Beinen! Es wurde gesungen, getanzt und ein super leckeres Essen aufgetischt. Wir fühlten uns sehr geehrt und sind auch heute wieder von der albanischen Bevölkerung begeistert, die uns ganze Woche schon so freundlich begegnete.

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Freitag, Etappe 6: 15 km ca. 100hm+ / 100hm-

und Finish Die letzte Etappe wird sehr früh gestartet und ist wie immer bei Global Limits sehr kurz, damit man vor den Besucherströmen im jeweiligen Ziel ist (immer ein Weltkulturerbe). Das Ziel unseres Laufes in Albanien ist das antike Amphitheater des Weltkulturerbes von Butrint. Gestartet wurde in drei Gruppen. Ich startete in der mittleren. Es ging recht schnell auf der flachen Strecke voran. Alle rannten sehr schnell, obwohl die Ergebnisse und Platzierungen schon ziemlich feststanden. Es ging zunächst 9 km durch Felder, bis wir ans Mittelmeer kamen.

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Nach 2 km an der Küste ging es weiter für 1,5 km an einem Kanal entlang bis zu einer Fähre. Für die Wartezeit und die Überfahrt wurde die Zeit gestoppt. Dann ging es direkt hinein in den Park des Weltkulturerbes von Butrint. Die Strecke verlief einmal am Rand des Parks entlang und dann über Treppen und historischen Wegen hinein in das antike Amphitheater! Hier war der finale Zieleinlauf und alle wurden mit großem Jubel und Applaus begrüßt.

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Nachdem alle im Ziel waren, hatten wir noch Gelegenheit, uns diese antike Stätte näher anzusehen. Gegen 11 Uhr ging es ins Hotel, wo wir nach dem Check-In die Dusche genossen. Die Siegerehrung fand abends im Rahmen eines Dinners statt. Für jeden Finisher gab es eine Steintafel als Präsent.

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Fazit

Zusammenfassend war es wieder eine gelungene Veranstaltung von Global-Limits. Insbesondere, da der Lauf das erste Mal stattfand und noch dazu der erste Ultramarathon in Albanien überhaupt war, passte alles erstaunlich gut. Er war wieder eine super Organisation. Vielen Dank an Stefan Betzelt und sein Team! Allen Gerüchten zum Trotze, die es in Deutschland über Albanien so gibt, ich habe mich zu keinem Zeitpunkt unsicher, unwohl oder gar bedroht gefühlt. Dieses gilt sowohl für die Hauptstadt Tirana, als auch für die Gegend in der wir unterwegs waren! Wie oben schon beschrieben waren uns gegenüber die Albaner immer freundlich, nett und hilfsbereit. Den Lauf kann ich uneingeschränkt weiterempfehlen, weise aber auf die nicht zu verachtenden Höhenmeter und die taffen Trails hin. Die Strecken sind wie immer bei Global-Limits perfekt markiert, sodass ein Verlaufen eigentlich unmöglich ist.

Text: Dietmar Rosenau, Bilder: Dietmar Rosenau und Veranstalter, 2.11.2017

Ein Video gibt es ebenfalls von diesem Event: Link

Was für ein Genuss! Die DUV hatte den Mut, allen Vergabekriterien zum Trotz die 50 km nach Schwäbisch Gmünd zu geben. So kamen zu der Länge noch etwa 1.100 Höhenmeter hinzu. Das schreckte einige Leute, die 50 km lieber auf flachen, schnellen Runden bevorzugen ab, lockte im Gegenzug Leute des gepflegten Landschaftslaufes an.

SAM2017 HoehenprofilDas Höhenprofil deutete deutlich an, dass man diesmal nicht mit Tempomat laufen konnte, sondern der Weg stets ein wenig rauf oder runter ging. Besonders steil waren dabei die Anstiege auf „die drei Kaiserberge“. Überwiegend waren die Wege aber sehr gut laufbar, was auch die Vielzahl der sehr guten Leistungen belegen. Der beliebte Lauf auf der Schwäbischen Alb fand bei bestem Herbstwetter statt und so kamen zu den vielen vorangemeldeten Teilnehmern viele Nachmelder hinzu, sodass das Teilnehmerfeld einerseits sehr groß, andererseits sehr leistungsstark war.

Vielleicht meldeten auch viele nach, weil diese DM der letzte Lauftag der diesjährigen Ultramarathon Bundesliga war und so die offenen Entscheidungen fielen, dieser Lauf zum DUV-Cup gehörte und gleichzeitig auch zur Wertung des Europacups der Ultramarathonläufer. Für uns ging es ebenfalls noch darum, unsere theoretischen Chancen auf den Sieg in der Bundesliga zu nutzen. Dazu hätten wir in der Tageswertung uns „nur“ vor LG Nord Berlin platzieren müssen. Doch Berlin hatte eine starke Mannschaft gemeldet und wurde letztendlich auch der Favoritenrolle gerecht. Sie konnten sich zum dritten Mal in diesem Jahr über den Titel „Mannschaft des Tages“ freuen und fuhren sicher den Gesamtsieg der Bundesliga nach Hause. Herzlichen Glückwunsch und Respekt an dieser Stelle!

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Wir waren wieder der Verein mit den meisten Meldungen. Unsere Läuferinnen und Läufer waren gut vorbereitet und hochmotiviert, das unmöglich Erscheinende zu probieren. Aber bei einer Meisterschaft geht es uns nicht nur um Zeiten und Platzierungen, obwohl wir den sportlichen Vergleich durchaus suchen und genießen.

Da wir uns ja sonst nie so zahlreich sehen, nutzen wir die Meisterschafts-Wochenenden auch, um uns besser kennenzulernen und auszutauschen. Dazu wurde im Vorfeld ein Teamhotel herausgesucht, für Freitagabend ein Tisch reserviert und für Samstag ein Raum und ein Buffet bestellt. Das klingt einfacher als es ist, denn in ganz Schwäbisch Gmünd gibt es beispielsweise keine Pizzeria, bei der man für über 20 Personen einen Tisch reservieren kann.

Wir sind frühzeitig angereist und haben uns ein paar Sehenswürdigkeiten der Stadt angeschaut. …

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Das Rokoko-Schlösschen ist eins der Wahrzeichen der Stadt.

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Der Fünfknopfturm ebenso.

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Eine gute Idee zur Innenstadtgestaltung waren die orangenen Sessel, die überall herumstanden. Martina und Kathi testeten den Komfort.

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Freitagabend trafen sich einige zum Pizzaessen. Das war sehr nett und lecker. Einige besuchten auch das Symmposium und kamen dann später nach.

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Vor dem Start gab es das übliche, große Hallo und das traditionell unvollständige Mannschaftsfoto (oben).

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Die meisten von uns hatten unser Trikot an und waren auch in der Menge gut zu erkennen. Wolfgang Neuweiler war einer von sieben Läufern, die in Schwäbisch Gmünd in unserem Meisterschaftsteam ihr Debut gaben.

Die ersten Kilometer verliefen flach und abschüssig durch den Ort und kaum einer, der nicht der Versuchung widerstand, schneller als das geplante Tempo zu laufen. Doch schon bald kam der Aufstieg zum ersten Berg, dem Hohenstaufen bei km 17. Die Hälfte der Strecke war beim Gipfel dem Hohenrechberg erreicht. Hier gab es auch die Option, ins Ziel der 25km-Läufer zu laufen und einige wenige machten von dieser Option Gebrauch. An dieser Stelle hatte man allerdings bereits 700 Höhenmeter von 1100 hinter sich und die zweite Hälfte wurde deutlich einfacher. Wer sich die Kräfte gut eingeteilt hatte, lief problemlos einen negativen Split – was nebenbei angemerkt den Allerwenigsten gelang. Bei km 27 begann der Anstieg zum letzten Kaiserberg und höchsten Punkt der Strecke, dem Stuifen.

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An dieser Stelle standen unsere Betreuer Theodora Meinke, Uschi Hübner und Guido Pielmeier zusammen mit Martina Stumpf-Irrgang, um alle Läuferinnen und Läufer zu motivieren und zu fotografieren. Etwa 4 Kilometer sppäter liefen alle noch einmal an dieser Stelle vorbei, um die letzten 17 Kilometer und paar Höhenmeter in Angriff zu nehmen.

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Falk Sittner kam als erster durch und lief die schnellste Zeit aus dem Team.

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Markus Meinke, neu im Verein und noch ohne Trikot.

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Fabian Benz - wieder einer unserer Besten!

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Hans-Dieter Jancker zeigte einmal mehr eine unglaublich gute Altersklassen-Leistung.

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Fank Gehle erstürmte kraftvoll und gut gelaunt den Berg.

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Jonathan Gakstatter ist unser Jüngster im Team.

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Andreas Hilt war bereits wieder auf dem Rückweg unterwegs.

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Unser Vielstarter Peter Hübner lief erst vor kurzem den Spartathlon.

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Unser Lokalmatador Walter Hösch zeigte sich wie immer perfekt vorbereitet.

IMG 0560Roland Krauss hat eine sagenhaft erfolgreiche und volle Saison hinter sich.

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Sylvia Faller bei ihrer dritten DM in diesem Jahr. DUV-Geschäftsführer Roland Riedel kann ihr am Berg nicht folgen.

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Katrin Tüg-Hilbert, Evi Piehlmeier und Christian Mohr. Der ehemalige DUV-Präsident Jörg Stutzke gesellt sich gerne zur Gruppe.

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Lauffreude pur versprüht Claudia Lederer, die sich das Rennen perfekt einteilte.

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Franz Holzleitner ist einer unserer beständigsten Läufer.

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Werner Kempken bei seinem Vereinsdebut.

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Jürgen Geier geht gut gelaunt die letzten Kilometer an.

Das Ziel war mitten in der Stadt am Prediger, einem weiteren Wahrzeichen der Stauferstadt. Kurz davor beim Einlauf in die Zielgeraden ergab sich die Möglichkeit für weitere Bilder.

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Ich konnte die Strecke voll genießen und mich am Ende über eine für mich guten Leistung freuen.

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Auch Kathi Bey, eine unserer Trailliebhaberinnen, kam auf ihre Kosten.

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Martin Kurz gewann den Coolness-Preis der Gruppe.

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Hilmar Gärtner lief flotten Schrittes dem Ziel entgegen.

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Evi Piehlmeier legte einen tollen Endspurt hin.

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LG Ultralauf Präsident Christian Mohr und Katrin Tüg-Hilbert liefen die gesamte Strecke zusammen.

Beim Zieleinlauf wurden alle einlaufenden Läuferinnen und Läufer lautstark begrüßt. Für den Nachmittag war Regen angekündigt, welcher jedoch erst viel später kam und so bot sich allen eine wunderbare Atmosphäre. Im Ziel gab es dann Getränke, Speisen und die Möglichkeit, viele Geschichten auszutauschen.

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Jens Allerheiligen gewann nach eigenem Bekunden die Oberschenkel-Muskelkater-Wertung.

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Martin Kurz und Jens Kruse auf dem Weg zurück ins nahegelegenen Hotels.

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Kerstin Hommel kurz vor ihrem Zieleinlauf.

P1140516Bis zur Siegerehrung hatten die meisten, aber längst nicht alle Zeit, um im Hotel zu duschen. Die Siegerehrung offenbarte die Kapazitätsgrenze der Räumlichkeiten und bestätigte, was in den Vorberichten vermutet wurde: Eine sehr gute Leistungsspitze der Sieger der Gesamtwertungen und einiger Altersklassen. Bei den Frauen gewann Elisabeth Fladerer vom TG Viktoria Augsburg in 3:57:30 und bei den Männern Kay-Uwe Müller vom TSG Schwäbisch Hall in 3:17:59. Bei der für die Bundesliga so wichtigen Mannschaftswertungen gab es eine dicke Überraschung, denn die Männer von TV Hinterweidenthal gewannen bei den Männern. Außerdem in den Top 6 waren LG Nord Berlin auf Platz 2 dank eines überragenden Fran Merrbach, auf Platz 3 TSV Kusterdingen, auf Platz 4 nur eine Minute langsamer LG Allgäu/Kempten, knapp vor LG Ultralauf und LC Blueliner. Dabei lagen bei der Addition der drei Zeitschnellsten der Vereine zwischen dem 3. Und 6. Platz nur 12 Minuten! Insgesamt weist die Ergebnisliste 28 Mannschaften aus, davon 7 der LG Ultralauf, welche die Plätze 5, 8, 12, 16, 19, 21 und 28 belegten.

Zunächst wurden wie üblich die Gesamtsieger geehrte, dann die Altersklassensieger, schließlich die Mannschaften.

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Als erste wurde Kathi Bey geehrt. Sie belegte in ihrer Altersklasse W20 den 6. Platz.

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Die ersten drei einer Wertung erhalten Medaillen. Hier war unsere Ausbeute dieses Mal nicht sehr hoch. Eine von zwei Medallien gewann Claudia Lederer mit ihrem dritten Platz in ihrer Altersklasse.

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Claudia Faller belegte in ihrer sehr starken Klasse einen sehr guten fünften Platz.

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Frank Gehle wurde 4. seiner AK.

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Falk Sittner wurde trotz klasser Zeit "nur" 5. in seiner AK und bekommt von DUV Präsidiumsmitglied Brigitte Rodenbeck die Urkunde.

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Eine der besten Leistungen des Tages zeigte Hans-Dieter Jancker, der seine Altersklasse M65 mit einem 30-minütigen Vorsprung gewann.

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Bei den Frauen gewann erwartungsgemäß LG Nord Berlin vor LG Allgäu/Kempten und unserer Mannschaft bestehend aus Claudia Lederer, Sylvia Faller und Katharina Bey. Unsere zweite Frauenmannschaft wurde 5. Mannschaft. Insgesamt gab es acht Frauenmannschaften in der Wertung. Evi Piehlmeier und Kerstin Hommel sowie Katrin Tüg-Hilbert (fehlt auf dem Bild) lieferten die zugehörigen Einzelleistungen.

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Die siegreichen Frauenmannschaften bei der DM.

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Dieses Jahr gab es bei den Männern ein sehr starkes Feld mit vielen Mannschaften. Wir hatten sehr viele sehr gute Einzelleistungen und drei Mannschaften gut platziert, aber selbst für unsere Schnellsten reichte es dieses Mal nur für den fünften Platz. Markus Meinke, Falk Sittner und Hans-Dieter Jancker trugen mit ihren Zeiten dazu bei.

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Eine schöne Tradition ist das gemeinsame Foto aller geehrten Mannschaften, bei dem sich DUV Präsident Günther Weitzer gerne dazugesellt.

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Unsere M50+-Mannschaft mit Walter Hösch, Jens Kruse und Hans-Dieter Jancker belegte den hervorragenden zweiten Platz.

Bei den Männern 50+, in denen Mannschaften aus den höheren Altersklassen gebildet werden, gab es insgesamt 11 Mannschaften in der Wertung, davon 3 der LG Ultralauf auf den Plätzen 2, 7 und 10.

Bei den Mannschaften waren wir also wieder einmal recht erfolgreich. Bei den Altersklassen gab es – wie erwartet - bei der Quantität und Qualität des Starterfeldes für uns nicht viel zu gewinnen. In der Klasse M45 gab es unglaubliche 65 Finisher, bei der zweitstärksten Altersklasse M50 immer noch 60 Finisher! Bei den Frauen ergibt sich das gleiche Bild: 18 werden in der W45 aufgeführt und 15 in der W50.

Für die Ultramarathon Bundesliga gibt es für gute Einzel- und Mannschaftleistungen "Rohpunkte", die dann addiert werden und ein Ranking der Vereine ermöglichen. Daraus ergibt sich dann die "Mannschaft des Tages" sowie für jeden Platz eine festgelegte Menge von Wertungspunkten. Nach diesen Wertungspunkten ergibt sich eine Sortierung der Vereine, die Rohpunkte sind nachrangig wichtig, ähnlich der Tor beim Fußball.

BL Endstand

Insgesamt hingen dieses Jahr die Trauben für die Rohpunkte zur Berechnung der Ultramarathon Bundesliga sehr hoch, da viele Vereine punkteten. Wie erwartet gab es den Vereins-Dreikampf, den die LG Nord Berlin vor Kempten und LG Ultralauf entschied, dabei gab für den 2. Platz genau 1 Rohpunkt den Ausschlag! Diese drei Mannschaften belegen auch in der Endabrechnung der Bundesliga die ersten drei Plätze in der Reihenfolge LG Nord Berlin, die damit im dritten Jahr der Bundesliga zum dritten Mal gewinnen vor LG Ultralauf, die den zweiten Platz des Vorjahres wiederholen und LG Allgäu Kempten, die sich mit zwei sehr guten Meisterschaftsergebnissen den dritten Platz sicherten. Die nächsten 5 Vereine der Endabrechnung gingen in Schwäbisch Gmünd alle leer aus, obwohl sie teilweise recht zahlreich erschienen waren und teilweise auch einige Rohpunkte erzielt hatten.

Insgesamt können wir mit dem Saisonverlauf zufrieden sein. Die Vizemeisterschaft entspricht unseren Möglichkeiten, auch wenn man ab und zu verpasste Chancen und ein wenig Pech finden mag, aber diese Hätte-Wäre-Könnte-Varianten können andere Teams auch anbringen. Die Vizemeisterschaft des letzten Jahres brachte uns ein kleines Preisgeld, welches der Verein dem Meisterschaftsteam gerne zurückgeben wollte. So kam die Idee einer Jahresabschlussfeier, die wir in Schwäbisch Gmünd auch organisierten.

Rueckschau

Nach der Siegerehrung gab es noch einen sehr gemütlichen Abend mit einem leckeren Büffet schwäbischer Spezialitäten, einer Rückschau von mir mit vielen Bildern und einem beeindruckenden Bericht vom Deutschlandlauf von roland Krauss.

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Roland Krauss berichtete vom Deutschlandlauf.

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Fabian Benz und Walter Hösch.

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Markus und Theo Meinke

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Volker Greis, der extra zur Feier anreiste wurde von Pauline und Paul eingerahmt, die mit ihm in der BUF-Staffel im August liefen und sich über das Wiedersehen freuten.

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Bettina Keilen und Kathi Bey.

Auf diese Weise gab es einerseits einen Motivationsschub für das nächste Jahr wieder an Meisterschaften teilzunehmen und andererseits auch gleich die Gelegenheit sich zu verabreden. Ich glaube, dass 2018 wieder ein sehr gutes Jahr wird. Wir haben uns fest vorgenommen, an allen Meisterschaften teilzunehmen und gut abzuschneiden. Dabei wird aber auch im nächsten Jahr die Gemeinschaft und der Spaß im Vordergrund stehen. Am Sonntag gab es im Teamhotel noch ein gemeinsames Frühstück, bevor jeder seine Heimfahrt antrat. Eine größere Gruppe wird sich wohl in Rodgau treffen.

 

Ein paar Zahlen zur Veranstaltung: Der offene Lauf weist 454 Finisher aus, 10 hatten den Lauf nicht beendet und weitere 44 Starter der 50 km-Strecke beendeten bereits zur Hälfte das Rennen und wurden in die 25km-Wertung aufgenommen, 44 Personen waren angemeldet, sind aber nicht gestartet. 371 Einträge weist die Liste zur Deutschen Meisterschaft auf. Mehr Einträge bei einer 50km DM gab es zuletzt 1999 in Hanau Rodenbach. Es gab 447 vorangemeldete Starter und demnach etwa 100 Nachmeldungen. Die Differenz 371 DM-Finisher bei 454 Finisher im offenen Lauf ist etwas überraschend, da vermutlich 98% der Starter für die DM startberechtigt waren und alle Voranmelder automatisch zur DM zugeordnet wurden, die Nachmelder aber ein Kreuzchen setzen mussten, was viele nicht taten.

Von der LG Ultralauf waren 21 Männer und 7 Frauen vorangemeldet; nur eine Frau konnte nicht starten, dafür hatten wir einen Nachmelder. Alle haben das Ziel erreicht! Wir hatten bereits in Münster mit 21 Männern und 6 Frauen eine ähnliche Gruppe am Start. Hier sind die Ergebnisse, wobei die Platzierungen aus dem offenen Lauf sind.

Gesamt- Rang Leistung Nachname, Vorname  Jg. M/W Rang M/W AK AK Rang
28 4:08:41 h  Sittner, Falk 1981 M 26 M35 5
40 4:18:16 h   Jancker, Hans-Dieter 1952 M 35 M65  1
50 4:22:57 h   Meinke, Markus 1976 M 45 M40  12
52 4:23:42 h   Hilt, Andreas 1976 M 46 M40  13
85 4:38:31 h   Benz, Fabian 1988 M 73 M20  4
89 4:39:32 h   Neuweiler, Wolfgang 1974 M 76 M40  18
95 4:41:19 h   Hösch, Walter 1959 M 80 M55  7
98 4:42:33 h   Rumm, Harald 1975 M 83 M40  20
133 4:53:38 h   Gehle, Frank 1989 M 109 M20  7
153 4:57:51 h   Gakstatter, Jonathan 1996 M 124 M20  9
154 4:58:05 h   Lederer, Claudia 1977 W 30 W40  3
166 5:02:02 h   Kruse, Jens 1965 M 134 M50  29
167 5:02:11 h   Irrgang, Michael 1964 M 135 M50  30
172 5:03:23 h   Hübner, Peter 1960 M 140 M55  11
178 5:04:44 h   Krauss, Roland 1962 M 146 M55  12
209 5:14:51 h   Bey, Katharina 1990 W 38 W20  6
222 5:19:08 h   Allerheiligen, Jens 1968 M 182 M45  46
223 5:19:08 h   Faller, Sylvia 1965 W 41 W50  5
243 5:23:22 h   Kurz, Martin R. 1964 M 199 M50  41
246 5:24:04 h   Faller, Franz 1970 M 201 M45  50
250 5:24:36 h   Gärtner, Hilmar 1965 M 205 M50  43
273 5:30:26 h   Piehlmeier, Eva 1971 W 51 W45  11
289 5:35:04 h   Tüg-Hilbert, Katrin 1970 W 53 W45  12
290 5:35:04 h   Mohr, Christian 1968 M 237 M45  62
331 5:50:51 h   Hommel, Kerstin 1961 W 62 W55  8
366 6:04:54 h   Holzleitner, Franz 1950 M 301 M65  9
373 6:08:12 h   Geier, Jürgen 1963 M 308 M50  68
428 6:49:30 h   Kempken, Werner 1957 M 350 M60  30

Ergebnisse vom Veranstalter: Link

Text und die meisten Bilder: Michael Irrgang, Je ein Bild von Evi Piehlmeier und Günther Weitzer, 25.10.2017

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