Laufgemeinschaft der Deutschen Ultramarathon-Vereinigung e.V.

Am Samstag, den 10. März 2018 fand in Rheine die 31. Austragung einer 100km DM statt. Mit Nele Alder-Baerens (7:33:14) vom Ultra Sportclub Marburg und Alexander Dautel (7:01:04) von der LG Nord Berlin Ultrateam setzen sich die Favoriten durch. Nele ist nun dreimal hintereinander deutsche Meisterin geworden und lief eine international erstklassige Zeit, die beispielsweise im letzten Jahr zu Platz 1 der Welt-Jahresbestenliste gereicht hätte.

DM1

Auf dem 2. Platz folgt Susanne Kraus (PSV Grün-Weiß) in 7:59:11 vor Anke Libuda (BSG Springorum Bochum) in 8:43:37. Beide verbesserten ihre Bestzeiten deutlich: Susanne um 20, Anke um 45 Minuten!

DM2

Bei den Männern gestaltete sich das Rennen erwartungsgemäß offener und spannender. Die esten etwa 40 Kilomter liefen Marco Bescheid (LG Passau) und Alexander Dautel (LG Nord Berlin Ultrateam) gemeinsam mit einem Tempo von etwa 21 Minuten je Runde. Danach musste Marco mit Magenproblemen aufgeben, während Alexander unbeirrt mit hohem Tempo seinen Lauf fortsetzte. Mit Gerrit Wegener (Die Laufpartner) hatte er stets einen Verfolger im Nacken, der schließlich in 7:03:56 knapp hinter Alexander das Ziel erreichte. Beide verbesserten ihre alte Bestleistung um etwa 15 Min. 3. Sieger wurde Christoph Lux (TG Viktoria Augsburg) in 7:33:16 und war damit fast zeitgleich wie Nele im Ziel. Interessante Leute folgen auf den nächsten Plätzen: Zunächst Marcel Leuze (Turnerbund Hamburg Eilbeck), der amtierende Deutsche Meister imi 24h-Lauf in 7:42:26 und folgend der erst 19jährige Thore Göbel (LSG Schwarzwaldmarathon) in 7:43:16, der seit 2016 als jüngster Finisher des Spartathlon in den Statistiken geführt wird.

Die Altersklassensieger (mit den Hauptklassen, die eigentlich keine Altersklassen sind)

Platz Name Verein AK
1 Dautel, Alexander LG Nord Berlin Ultrateam MHK
2 Wegener, Gerrit Die Laufpartner M35
3 Lux, Christoph TG Viktoria Augsburg M40
8 Scharf, Gregor TV Hergershausen M45
56 Künstner, Jörn LG Mauerweg Berlin e.V. M45
9 Eitner, Michael TV Burgholzhausen M50
65 Sens, Steffen LG Mauerweg Berlin e.V. M50
18 Eichmüller, Hans Team Icehouse e.V. M55
57 Vogl, Konrad LG Ultralauf M55
22 Braun, Wolfgang TV Eifeler Turnkraft Konzen M60
26 Jancker, Hans-Dieter LG Ultralauf M65
88 Rehers, Hans-Werner LG Osnabrück M70
8 Althoff, Kirsten LG Ultralauf WHK
2 Kraus, Susanne PSV Grün-Weiß Kassel W35
1 Alder-Baerens, Nele Ultra Sport Club Marburg W40
4 Hinze-Thüs, Katja SG Wenden W45
10 Hoffmann, Sigrid LG Westerwald W50
11 Nowottny-Hupka, Rita LG Ultralauf W55
14 Braun, Marion SV Germania Eicherscheid W60
25 Rodenbeck-Hellert, Brigitte LC BlueLiner W65

Bei den Ehrungen der Mannschaften gab es eine einmalige Besonderheit, denn von den geehrten 9 Mannschaften waren 7 von der LG Ultralauf!

Frauen

1. LG Ultralauf

28:14:12 Stunden

  Althoff, Kirsten WHK 09:16:15
  Lederer, Claudia W40 09:20:37
  Nowottny-Hupka, Rita W55 09:37:20

2. LG Ultralauf

34:23:09 Stunden

  Faller, Sylvia W50 11:07:35
  Tüg-Hilbert, Katrin W45 11:37:43
  Hommel, Kerstin W55 11:37:51

Frauen 50+

1. LG Ultralauf

32:22:46 Stunden

  Nowottny-Hupka, Rita W55 09:37:20
  Faller, Sylvia W50 11:07:35
  Hommel, Kerstin W55 11:37:51

Die Besonderheit dieses ersten Platzes ist, dass es in den vergangenen 30 Austragungen der Meisterschaft noch nie einem Verein gelungen ist, ein solches Team in die Wertung zu bringen, selbst, wenn man die frühen Jahre berücksichtigt, in denen es diese Altersklassengruppierung nicht gab! Ein neuer Rekord in der Statistik der Meisterschaften!

Männer

DM6

1. LG Nord Berlin Ultrateam

24:20:41 Stunden

  Dautel, Alexander M30 07:01:05
  Brade, Benjamin M35 08:36:48
  Thoms, Stefan M50 08:42:48

2. LG Ultralauf

26:49:55 Stunden

  Meinke, Markus M40 08:45:46
  Jancker, Hans-Dieter M65 08:53:33
  Kirsch, Georg MHK 09:10:36

3. LG Ultralauf

28:30:28 Stunden

  Greis, Volker M45 09:21:36
  Krauss, Roland M55 09:33:44
  Kurz, Martin R. M50 09:35:08

Männer50+

1. LG Ultralauf

28:02:25 Stunden

  Jancker, Hans-Dieter M65 08:53:33
  Krauss, Roland M55 09:33:44
  Kurz, Martin R. M50 09:35:08

2. Team Icehouse e.V.

28:40:16 Stunden

  Eichmüller, Hans M55 08:36:15
  Burger, Frank M55 09:57:40
  Burger, Rüdiger M55 10:06:21
  Hommel, Kerstin W55 11:37:51

3. LG Ultralauf

30:44:43 Stunden

  Hübner, Peter M55 09:48:30
  Vogl, Konrad M55 10:21:41
  Piehlmeier, Guido M60 10:34:32

 DM4

Der Start erfolgte, wie bei Ultralaufveranstaltungen beinahe üblich, etwas verspätet, was den zahlreichen Läufern und Läuferinnen sicher recht war, denn es war um 6 Uhr noch stockfinster und recht kalt. Später kamen noch vereinzelt Regentropfen herunter und es gab auch zeitweise böigen Wind. Dennoch dürfen die Bedingungen vom Wetter, der Strecke und der Läuferbetreuung recht optimal gewesen sein, was sich auch durch die Vielzahl neuer Bestleistungen zeigt.

Der einmalig frühe Termin direkt nach einer Grippe- und Kälteperiode führte zu einer hohen DNS- und DNF-Quote, d.h. viele angemeldeten Läufer sind nicht gestartet, bzw. haben den Lauf frühzeitig beendet. Letztendlich erreichten 108 Männer und 30 Frauen im offenen Lauf das Ziel, 43 Namen, darunter durchaus erfahrene und top-favorisierte Läufer werden in der DNF-Liste aufgeführt. 90 Männer und 25 Frauen stehen in der Ergebnisliste der Deutschen Meisterschaft, was nach einigen schwachen Jahren wieder eine gute Finisherzahl ist, denn mehr Finisher gab es zuletzt 2006.

Im offenen Lauf belegte die Niederländerin Leonie Ton mit einer Zeit von 7:56:25 den zweiten Platz und lief damit neuen niederländischen Rekord.

DM5

Es gab aber auch abseits von Rekorden und Podestplatzierungen viele schöne Erlebnisse der Teilnehmer. Hier freut sich Domenico Kämer (LG Ultralauf) überglücklich über das Finish seines allerersten Ultramarathons.

Text und Bilder: Michael Irrgang, 11.03.2018

Live-Ergebnisse: http://my4.raceresult.com/83308/results?lang=de#2_6F77C5

17:33 Uhr Mannschaftzsergebnisse

Männer

1. LG Nord Berlin (Dautel, Brade, Thoms): 24:20:39

2. LG Ultralauf (Meinke, Jancker, Kirsch): 25:49:54

3. LG Ultralauf (Greis, Krauss, Kurz) 9:10:35

Frauen

1. LG Ultralauf (Althoff, Lederer, Nowottny-Hupka):29:56:28

2. LG Ultralauf (dauert noch)

Männer 50+

1. LG Ultralauf (Jancker, Krauss, Kurz (28:02:24

2. Team Icehouse (Eichmüller, Burger, Burger)

3. LG Ultralauf (dauert noch)

Frauen 50+

1. LG Ultralauf (dauert noch)

13:16 Uhr Alexander Dautel ist Deutscher Meister

Blog06

Mit neuer Bestzeit von 7:01:04 hat Alexander Dautel die Deutsche Meisterschaft gewonnen!

Organisator Christian Pflügler, DLV-Ultramarathonberater Norbert Madry und DLV-Repräsentant Harald Rösch gehörten zu den ersten Gratulanten! Auch Gerrit Wegener, der mit 7:03:56 ebenfalls seine Bestzeit um ca 15 Minuten verbesserte, erreichte mitlerweile das Ziel.

Info: Volker Greis ist noch im Rennen!

 

11:46 Uhr aktueller Stand

Blog05

 

11:40 Uhr 

Patrica Rolle ist ebenso raus wie Thomas Klingenberger und Volker Greis. Damit sind unsere beiden Top-Läufer leider aus dem Rennen und werden der Mannschaft fehlen.

10:50 Uhr

Die Bedingungen hier sind mittlerweile optimal. Um 6 Uhr war es noch recht dunkel, frisch und regnete leicht. Mittlerweile scheint die Sonner etwas, windstill bei angenehmen Temperaturen. Dennoch gibt es leider einige Ausfälle zu verzeichnen. Von den Prominenten haben leider Branka Hajek das Rennen von Krämpfen und Jan-Hendrik Hans aufgrund muskulärer Probleme beenden müssen.

Stand Männer

Platz

Name

Verein

AK

km

Zeit

Prognose

1 Dautel, Alexander LG Nord Berlin Ultrateam MHK 65 04:31:25 07:04:08
2 Wegener, Gerrit Die Laufpartner M35 65 04:32:45 07:04:39
3 Klingenberger, Thomas LG Ultralauf M35 65 04:36:14 07:12:51
4 Leuze, Marcel Turnerbund Hamburg Eilbeck MHK 65 04:43:07 07:48:23
5 Lux, Christoph TG Viktoria Augsburg M40 65 04:43:36 07:24:26
6 Jakob, Christian SV Schwindegg M40 65 04:49:01 07:35:05

Stand Frauen

1 Alder-Baerens, Nele Ultra Sport Club Marburg W40 65 04:41:31 07:35:29
2 Kraus, Susanne PSV Grün-Weiß Kassel W35 60 04:28:49 07:59:12
3 Sina, Manishe LG Seligenstadt W35 55 04:41:07 08:49:28
4 Fätsch, Sandra TSV 1886 Kandel W45 55 04:43:51 09:10:43
5 Hinze-Thüs, Katja SG Wenden W45 55 04:45:55 09:01:11
6 Libuda, Anke BSG Springorum Bochum W35 50 04:26:52 09:11:23

 

 

10:22 Uhr

Das Frauenrennen:

Platz

Name

Verein

km

Zeit

Platz

1. w Alder-Baerens, Nele Ultra Sport Club Marburg 55 03:55:13 1. W40
2. w Kraus, Susanne PSV Grün-Weiß Kassel 55 04:04:03 1. W35
3. w Hajek, Branka LAZ Ludwigsburg 45 03:43:11 1. WHK
4. w Rolle, Patricia LG Nord Berlin Ultrateam 45 03:46:01 1. W45
5. w Fätsch, Sandra TSV 1886 Kandel 45 03:49:16 2. W45
6. w Sina, Manishe LG Seligenstadt 45 03:49:34 2. W35
7. w Hinze-Thüs, Katja SG Wenden 45 03:53:33 3. W45
8. w Libuda, Anke BSG Springorum Bochum 45 04:00:27 3. W35
9. w Lederer, Claudia LG Ultralauf 45 04:01:21 2. W40
10. w Braun, Marion SV Germania Eicherscheid 45 04:03:54 1. W60
11. w Durry, Simone TG Neuss 45 04:04:43 3. W40
12. w Hoffmann, Sigrid LG Westerwald 45 04:06:48 1. W50
13. w Makiola, Stefanie Ultrafriesen e.V. 45 04:09:37 4. W35
14. w Nowottny-Hupka, Rita LG Ultralauf 45 04:09:58 1. W55
15. w Althoff, Kirsten LG Ultralauf 45 04:10:41 2. WHK
16. w Gaszek, Eva-Maria LSF Münster 40 03:44:08 2. W50
17. w Wehmschulte, Jenny Mali Crew e.V. 40 03:51:28 3. WHK
18. w Tüg-Hilbert, Katrin LG Ultralauf 40 03:57:59 4. W45
19. w Heinlein, Marika 1.FC Geesdorf 40 04:01:59 2. W55
20. w Goebel, Sonia Isabel LG Mauerweg Berlin e.V. 40 04:04:59 4. WHK
21. w Faller, Sylvia LG Ultralauf 40 04:07:21 3. W50
22. w Martin, Alexandra TSV Prichsenstadt 35 03:37:52 4. W40
23. w Schmitz, Manuela TV Brechten 1913 e.V. 35 03:39:10 5. W40
24. w Kolter, Mechthild LG Ultralauf 35 03:41:15 4. W50
25. w Hommel, Kerstin LG Ultralauf 35 03:44:14 3. W55
26. w Piehlmeier, Eva LG Ultralauf 35 03:47:37 5. W45
27. w Jahn, Birgit TC Kray 1892 e.V. 35 03:56:30 6. W45
28. w Bergmann, Iris DJK Grün-Weiß Nottuln 35 04:06:13 4. W55
29. w Rodenbeck-Hellert, Brigitte LC BlueLiner 35 04:09:57 1. W65
30. w Rolfes, Maria 100 Marathon Club Deutschland 30 03:38:05 2. W60

Nele ist in der Gesatmwertung auf Platz 5 und Susanne auf Platz 9. 

 

10:10 Uhr

Das Rennen bleibt spannend. Erste Ausfälle sind zu vermelden, u.a. der lange in Führung liegende Marco Bscheid ist raus! Er hatte Magenprobleme bekommen und konnte sein Rennen nicht mehr fortsetzen. Alexander Dautel hat etwas beschleunigt und baut im Moment seine Führung aus. An zweiter Stelle läuft Gerrit Wegener vor Jan-Hendrik Hans. Für Jan-Hendrik ist es schoon jetzt ein tolles Comeback. Nach einer mehrjährigen, beruflich bedingten Auszeit konnte er den Wnter über sehr gut trainieren und präsentiert sich hier in einer tollen Form. 

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Gerrit Wegener von Die Laufpartner liegt im Moment auf Platz 2, 1 Minute hinter Alex Dautel mit einer Prognose von 7:08h.

 

8:33 Uhr

Guten Morgen, liebe Lieberfreunde!

Seit über 2 Stunden nun sind die 100km-Läuferinnen und Läufer unterwegs. 

Auch wenn viele ob des frühen Ausrichtungszeitpunktes ihr Training nicht optimal strukturieren oder durchziehen konnten, werden doch in der Spitze "wahnsinnig" schnelle Runden gelaufen.

Wer sich live über den Rennstand informieren möchte, kann auf der Raceresultseite Informieren: http://my4.raceresult.com/83308/results?lang=de#2_6F77C5

Hier auf dieser Seite werden wir versuchen, regelmäßig das Rennen zu kommentieren, Fotos zu zeigen oder Prognosen über den möglichen Rennverlauf zu geben.

Die Prognose auf der Raceresultseite basiert auf der Idee, dass man jede Runde etwas langsamer wird. Das gilt für die Spitze möglicherweise nicht, die vermutlich die ersten 60 km im konstanten Tempo laufen werden. 

Blog01

Die Führenden laufen aktuell gemeinsam ein gleichmäßiges, sehr hohes Tempo. Marco Bscheidel und Alexander Dautel. Nele ist nur kurz dahinter.

Blog02

Text und Bilder: Michael Irrgang, 10.03.2018

Heute Morgen postete Vereinskollege Peter Hübner seine morgendliche Trainingseinheit: 15 km in 1:20 etwa. Die Info kam um kurz nach 6 Uhr! „Verrückt geworden?“, fragt eine Freundin. „Konsequente Zielverfolgung“, nennt es Peter. Der Lauf war eine seiner letzten Trainingseinheiten für die 100km DM in Rheine am kommenden Samstag.

Bei einigen knistert förmlich die Nervosität, andere würden gerne die Sache schon morgen hinter sich bringen, andere zweifeln, ob sie rechtzeitig wieder gesund oder fit werden, denn die Krankheitswelle hat natürlich auch einige Läufer erwischt.

Es ist die 31. 100km-Meisterschaft und alles spricht dafür, dass es spannende und schöne Wettkämpfe werden. Nach einer lang anhaltenden Phase der Kälte wird aktuell für den veranstaltungstag bis zu 14 Grad vorhergesagt, allerdings wird es wohl regnen.

Strecke

Die Strecke hat zu Recht den Scharm eines verlassenen Flughafens, denn bis Ende letzten Jahres war hier tatsächliche eine Hubschrauberstaffel der Bundeswehr ansässig. Die gesamte Infrastruktur und die Strecke sind perfekt für die Läufer und Betreuer. Die Strecke ist flach, asphaltiert und bis auf einen Wendepunkt kurvenarm. Auf der 5 km-Runde gibt es zwei Versorgungspunkte, die beide in einem Hangar untergebracht sind. In einer der Flugzeughallen ist die Zeitnahme und damit auch das Ziel für die 100km-Läufer. Hier befinden sich die Betreuerstände, die große Läuferversorgung, der Sanitätsbereich, eine Cafeteria, der Kommentator und vieles mehr. Alles ist für die etwa 200 100km-Läufer und 500 6h-Läufer bestens vorbereitet.

Fav Nele3Auch wenn nicht alle gemeldeten Teilnehmer kommen werden und nicht alle optimal vorbereitet sind, so werden doch erstklassige Leistungen und spannende Rennen erwartet. Die absolute Top-Favoritin ist Nele Alder-Baerens, die amtierende Titelträgerin und Vorjahressiegerin beim 6h-Lauf in Münster, wo sie Weltrekord lief. Nach ihrer Einschätzung gefragt, antwortete sie: "Kann mir momentan überhaupt nicht vorstellen, in einer Woche 100km zu laufen, es erscheint mir jedes Mal aufs Neue als ein kleiner Wahnsinn. Ich habe großen Respekt vor der Strecke und somit erst recht vor Läufern, die noch viel weiter laufen… Die momentane Kälte mit zweistelligen Minusgraden in Berlin verhinderte mir in den letzten Tagen / Wochen ein Tempotraining, ich konnte bzw. wollte dadurch nur langsam laufen, meine Gesundheit ist mir wichtiger. Trotzdem träume ich davon, durchzukommen, evtl. unter acht Stunden zu laufen und meinen Titel verteidigen zu können. Doch bin ich keine Maschine, es kann immer etwas passieren. Auch rechne ich jederzeit mit Newcomern oder besser trainierten erfahrenen Ultraläufern. Leider habe ich das Gefühl, dass sich das „Alter“ langsam bemerkbar macht, meine Tempohärte und mein absolutes Tempo haben etwas nachgelassen. Wir werden sehen. Auf jeden Fall will ich mein Bestes geben!"

Nele gewann im letzten Jahr die 100km mit einer famosen Zeit von 7:35:37, was Platz 2 der Weltjahresbestenliste bedeutete, nur 1 Minute hinter der führenden Frau.

Fav BrankaIn den Bereich von 8 Stunden werden sicher nicht viele Frauen laufen können. Am ehesten Branka Hajek. Sie wurde im letzten Jahr bei der 50km DM in Schwäbisch Gmünd 3. Frau, musste bei der 100km-Meisterschaft in Berlin allerdings nach 85 Kilometern aufgeben. 2016 lief sie durch und wurde mit 8:15 Zweite. Branka lief ihren ersten 100er bereits 2008 und hat gleich die Deutsche Meisterschaft mit einer Zeit von 8:10h gewonnen. Es folgten in den letzten Jahren zahlreiche erfolgreiche Meisterschafts- und Weltmeisterschaftsteilnahmen – auch im Ultratrail. Ihre Bestzeit stellte sie bereits 2009 auf, als mit einer Zeit von 7:57 bei der 100km DM in Ahrweile zweite Frau wurde. Branka hat sich sehr zurückhaltend zur Form und Erwartung geäußert, aber sie ist gesund und vermutlich in einer ganz passablen Form.

Fav Susanne

Bei den Plätzen 3 bis 7 könnte es knapp zugehen. Die beste 100km-Zeit hat Susanne Kraus stehen. Die Dabeigewesenen werden sie sicher noch gut in Erinnerung haben. In Leipzig 2016 lief die hoch talentierte, aber total furchtlose Läuferin in ihrem ersten Ultra überhaupt lange im Windschatten von Nele und absolvierte die ersten 50 km in etwa 3:45h! Natürlich brach sie ein, bekam Probleme mit den Muskeln und Magen, das ganze Programm! Aber sie biss sich durch und gewann schließlich mit einer Zeit von 8:19 die Bronzemedaille, was ihr sehr viel Respekt einbrachte. Sie bevorzugt allerdings Hindernisläufe und ist seitdem auch kein Ultra mehr gelaufen. Zu ihrer Form schreibt sie: „Ich habe vor die 100 km zu laufen, kämpfe aber zurzeit noch mit verschiedenen Verletzungen sowie einer Erkältung. Zu meiner Form kann ich nur sagen, dass definitiv eine Zeit unter 9 Stunden als Trainingslauf anvisiert ist, lieber sogar 8:30.

In den Bereich von 8:30, was die B-Norm wäre und zur Teilnahme an der 100km-WM in Kroatien berechtigen würde, könnte auch Manishe Sina laufen. Sie ist allerdings eher eine Trail-Läuferin und hat unter anderem die Ultratrail DM 2016 in Bilstein gewonnen. Als Referenzzeit hat sie über 50 km aus 2015 eine Bestleistung von 3:49h stehen. Simone Durry hatte sich vor einigen Jahren rar gemacht, nachdem sie 2012 ihre Bestleistung von 8:43 h lief, feierte 2017 aber ein leidenschaftliches Comeback und qualifizierte sich mit einer erstklassigen Leistung für die 24h Nationalmannschaft. Patricia Rolle hat aus 2015 eine 8:57h stehen und zeigte zum Saisonauftakt in Rodgau eine gute Leistung. Anke Libuda ist vielleicht ein Geheimtipp! Sie läuft schon recht lange und nahm 2007 über 50km in Bottrop an ihrer ersten DM teil. Seit zwei Jahren spezialisiert sie sich auf den 24h-Lauf, wo sie mittlerweile eine Stütze in der Nationalmannschaft ist. Aber sie hat sich auch auf den Unterdistanzen gut entwickelt und beispielsweise beim 6h-Lauf Ihre Bestleistung auf etwa 67,5 km geschraubt und lief dieses Jahr in Rodgau als neue Bestzeit unter 4h! Mein Feld der 9 Favoritinnen schließen Sandra Fätsch und Katja Hinze-Thüs. Sandra lief im letzten Jahr bei der DM ihren ersten 100er und wurde mit einer Zeit von 9:11h dritte Frau. Katja läuft nach längerer Pause wieder Ultras und hat sich viel vorgenommen. Diese Top-Frauen laufen mit den Startnummern 1 bis 9. Im Bereich zwischen 9:30 und 10:00 Stunden können aber noch etwa 5 andere Frauen laufen. Mal sehen, wer sich das Rennen gut einteilt und unter die begehrte 10-Stundenmarke kommt.

Gibt es bei den Frauen klare Favoriten auf den 1., den 2. und die Folgeplätze, so ist das Männerfeld schwerer einzuschätzen. Meine Top-9 haben die Startnummern 11 bis 19. Erfreulicherweise haben mir meine drei Top-Favoriten die Frage nach der Form und Erwartung ausführlich beantwortet.

Fav MarcoBei dem Kampf ums Podest wäre da zum einen meine Nr. 1, Marco Bescheidl, der allerdings erst zweimal 50 km gelaufen ist. 2016 wurde er in einer Zeit von 3:00 zweiter hinter Paul Schmidt, der in seinem ersten und bisher einzigen Ultralauf direkt den deutschen Rekord verbesserte. Marcos Leistung ging da leider ein wenig unter. Dennoch nahm er dann Ende des Jahres noch an der WM über 50 km teil, lief 2017 allerdings keinen weiteren Ultra. Und nun ist der junge Läufer aus Passau wieder gemeldet. Seine Antwort: "Schön, dass du mich zu den Favoriten zählst. Tja, meine Erwartungen... Es ist mein erster 100er und ich habe gehörigen Respekt vor der Strecke. Trotzdem möchte ich schon gern mutig laufen und um die Medaillen mitkämpfen. Was jedoch im entscheidenden Streckendrittel passiert, kann ich beim besten Willen nicht voraussagen. Ich freue mich aber auf ein spannendes neues Abenteuer mit vielen neuen Erfahrungen, Schmerzen und Emotionen."

Ich lese daraus eine solide Vorbereitung und gute Einstellung. Mit der 50km-Zeit hat er sicher ein Potential im Bereich von 6:45 – 6:50. Wenn er auf eine Zeit von 7:05h startet, kann er vielleicht auf eine 6:59 schielen, hat aber Reserven zur WM-Norm die bei 7:15h liegt. Da die Meisterschaft für die hier Antretenden die letzte Chance zur Qualifikation zur WM im September ist, werden vermutlich noch andere diese Marke angreifen.

Fav GerritDie besten Chancen dazu haben Gerrit Wegener und Alexander Dautel, beide kommen aus Berlin sind mit den besten Zeiten angereist. Gerrit Wegener lief 2016 seine 50km-Bestzeit von 3:06 und und 2017 bei seinem bisher einzigen 100er in Winschoten eine starke 7:18h.

Sein Text: "Im Jahr 2014 wurde Gerrit Wegener von seinem damalig neuen Trainer Volkmar Scholz überredet, den Schritt vom Triathlon zum Ultramarathon zu wagen. Dazu schloss er sich dem Sportverein ‘Die Laufpartner‘ an. Bereits 2015 folgte bei den Deutschen Meisterschaften über 50 km in Marburg ein 4. Platz und dem immer noch gültigen Deutschen Mannschaftsrekord im ersten Wettbewerb. … (Nach einer mehrmonatigen, krankheitsbedingten Pause) legte ihm sein Trainer nahe, direkt das Training für die 100 km aufzunehmen und sich somit nach dem empfundenen völligen Tiefpunkt einer neuen Herausforderung zu stellen. Wiederum in Winschoten, nunmehr jedoch über die klassischen 100 km, folgte im Dauerregen ein 3. Platz. Seitdem ist das Training ohne größere gesundheitliche Komplikationen verlaufen und wurde kontinuierlich im Alltag als vollberuflicher Architekt, akademischer Wissenschaftler und stolzer Vater einer inzwischen dreijährigen Tochter eingebettet. Dabei lassen die erzielten Trainingsergebnisse einen sehr gut vorbereiteten Gerrit Wegener am Start der Deutschen Meisterschaften über 100 km erwarten. Zielsetzung ist es, auf einen Medaillenrang vorzulaufen."

Fav AlexAlexander Dautel von der LG Nord Ultramarathon Team schreibt nur einen kurzen Text über sich: "freue mich schon total auf die DM. Meine Form ist schon den ganzen Winter echt gut, aber 100 km sind auch lang - ich bin einfach sehr gespannt, wie es läuft. Ich finde es selbst super schwierig einzuschätzen, was möglich ist. Habe jedenfalls richtig Lust auf die Distanz und gute Konkurrenz."

Alexander hat eine Bestzeit von 7:16h von der DM 2016 in Leipzig stehen, bei der er dritter Mann wurde. Im gleichen Jahr nahm er an der Weltmeisterschaft in Spanien teil, die ich ein wenig in meinem Text zur Renntaktik analysierte. Erstaunlicherweise lief er seine besten Resultate bei den Ultratrail-Meisterschaften. So wurde er beispielsweise letztes Jahr bei der sehr technischen und schwierigen Strecke an der Zugspitze Zweiter.

Die WM-Norm angreifen könnten aber auch noch weitere Läufer. Die besten Chancen hat vermutlich Thomas Klingerberger, der die Form hat und es auf jeden Fall versuchen möchte. Seine Bestzeit steht aktuell bei 7:29 von der 100km DM 2016 in Leipzig. Christoph Lux hat aus 2017 eine 7:26h stehen, Benjamin Brade eine 7:31 aus 2017, etwas dahinter Volker Greis mit einer 7:43 aus 2014. Ein Geheimfavorit könnte Max Kirschbaum sein. Er ist eher auf den ganz langen Ultratrail-Wettkämpfen zu sehen und erfolgreich, aber logisch können solche Leute auch schnell laufen. Es gibt aber auch noch weitere prominente Läufer im Feld, denen man ebenfalls eine super Leistung zutrauen kann, wie z.B. Jan-Hendrick Hans, der 2015 eine 7:36h lief, aber aus dem Jahr 2012 eine Bestzeit von 7:20h stehen hat. Oder Marcel Leuze, der amtierenden Deutschen Meister über 24h, dem sicher auch eine gute Zeit zuzutrauen ist.

Bei den Mannschaften der Frauen fehlt die Spannung, da lediglich die LG Ultralauf Mannschaften am Start hat. Allerdings gibt es die Chance, Geschichte zu schreiben, denn noch nie ist es einem Verein gelungen, drei Frauen in den Altersklassen W50+ ins Ziel zu bringen. Vermutlich werden wir drei Frauen am Start haben, vielleicht sogar vier.

Bei den Männern sieht das schon anders aus. Hier kann man aufgrund der Bestleistungen von einem Duell zwischen der LG Nord Berlin und der LG Ultralauf mit Vorteilen für die LG Nord ausgehen. Das sah auch im letzten Jahr so aus, aber dann gewann etwas unerwartet, aber sicher verdient die LG Mauerweg. Die Mauerwegläufer sind wieder am Start, aber leider nicht so gut besetzt wie letztes Jahr.

Auf Platz 3 könnte eher Team Icehouse landen. Hier hat sich ein sehr starkes M55er-Team um die Burger-Zwillinge gebildet, die sogar die AK-Mannschaftsbestleistung angreifen wollen. Eine AK-Bestleistung kommt zustande, wenn drei Senioren in der gleichen AK laufen. Die Idee haben wir natürlich aufgegriffen, denn wir haben vermutlich über 20 Senioren am Start und können damit vielleicht 5 Altersklassen-Mannschaftswertungen erreichen.

Unsere stärkste Altersklasse ist traditionell die M55 und hier stellen wir uns gerne dem Frankenduell gegen die befreundeten Läufer vom Team Icehouse. Da geht es also wirklich um etwas! Einer von denen, auf die es ankommt, ist Peter Hübner. Und der ist so etwas von fokussiert und gut drauf…..

Zwischen diesen beiden Vereinen wird wahrscheinlich auch die Mannschaftwertung 50+ entschieden. Insgesamt haben 9 Vereine Männermannschaften in der Wertung und 4 in der Wertung 50+.

Über die Ultramarathon-Bundesliga habe ich vor einiger Zeit einen Vorbericht geschrieben. Hier scheint die LG Ultralauf übermächtig zu sein. Für Platz 2 favorisiere ich die LG Nord, die mit ihrer Männermannschaft, mit Alex Dautel, Benny Brade und Patricia Rolle darüber hinaus 3 starke Einzelläufer und -läufinnen hat, die in der Gesamt- und AK-Wertung punkten können. Icehouse könnte dritter Verein werden vor den DUV-Förderstüzpunkten LG Mauerweglauf, LC Blueliner und dem SV Schwindegg.

Insgesamt wird es also viele interessante Wettkämpfe geben mit spannenden Debuts, einige habe ich schon vorgestellt, z.B. aber auch von unserem Hans-Dieter Jancker, dem dreifachen Deutschen AK-Meister aus 2017. Wir hoffen auf viele persönliche Bestleistungen und für alle Läuferinnen und Läufer auf schöne Erlebnisse. Wer nun ganz spontan Lust bekommen hat, mitzulaufen, kann dies gerne tun. Am Freitag Nachmittag/Abend kann noch nachgemeldet werden. Wichtig ist allerdings ein Nachweis, dass ein Startpass vorliegt. Hier reicht ein formloses Schreiben vom Sportwart des Vereins. Wir sind alle schon sehr gespannt.

Text: Michael Irrgang, Favoriten, Bilder: Michael Irrgang, Favoriten, 6.3.2018

 

 

Hart im Wind: Hafenkante Kiel

KielMRT2018 1 "Bist Du in Kiel dabei?" Schrieb mir mein Freund und Vereinsmitglied Harald Retzlaff zwei Wochen vor dem Kiel-Marathon. Nun, eigentlich wollte ich so kurz vor den 100 KM Meisterschaften keinen Wettkampf mehr laufen, aber wenn Martina und Harald schon im Norden sind ....

Wahrlich gibt es spannendere Marathon-Strecken als Kiel, dennoch sind die Startplätze in Kiel kurzfristig häufig aus. Da Jens Kruse den Startplatz von Jens Allerheiligen übernommen hatte, musste ich also geschwind wie "Andre im Treppenhaus" sein und den Startplatz sichern.

So richtig unter einem guten Stern stand die Veranstaltung für uns zunächst nicht. Katrin musste wegen Erkältung absagen und die Retzlaffs kamen am Vorabend erst spät an. So fiel das gemeinsame Abendessen aus.  Immerhin traf ich Jens bei der Startnummernausgabe und wir einigten uns auf einen gemeinsamen Lauf, mit der Vorgabe um die 4 Stunden zu laufen. Zwei Wochen vor Rheine wollten wir beide unser Pulver nicht verschießen.

Es sollte kalt werden; mit Temperaturen knapp unter dem Gefrierpunkt und unangenehmen Ostwind. So waren wir nicht nur gut eingepackt, sondern trauten uns auch erst 5 Minuten vor dem Start aus dem Terminal am Ostseekai.

 

KielMRT2018 2Die Strecke ist schnell erläutert. Vier KM Richtung Norden bis zum Marinestützpunkt, Wendepunkt an einer Verkehrsinsel und wieder zurück. Am Ostseekai vorbei noch etwa einen KM Richtung HBF bis zum zweiten Wendepunkt. Doch mit Streckenkenntnis und mit Jens gibt es neben ganz viel Wasser doch einiges zu sehen und zu beobachten. Zunächst machte mich Jens auf das Vereinshaus seines Kanu-Clubs aufmerksam. Im weiteren Verlauf kamen wir noch an diversen Rudervereinen vorbei. Immer wieder einen Blick wert ist das Ozeanische Institut. Lugt doch ab und zu immer wieder der Kopf eines Seehundes aus dem Außenaquarium. Und irgendwann hatten wir die Kasernenbauten erreicht, wo wir viermal wenden sollten. Nun, da konnten wir uns schon mal an die Architektur in Rheine gewöhnen.

Jens und ich hatten uns einiges zu erzählen. So blieb trotz des ruhigen Tempos der Lauf kurzweilig. Eingangs der vierten Runde einigten wir uns auf Beschleunigung und blieben mit einer 55 Minuten Runde dann doch glatt unter vier Stunden. Fast hätten wir Harald noch erreicht. Doch Harald hatte mit Paula noch eine Zugläuferin. Gegen die beiden waren wir natürlich chancenlos.

Hier die Ergebnisse unserer Läufer:

Thorsten Themm

3:33:02 h

Harald Retzlaff

3:57:09 h

Jens Kruse

3:57:46 h

Christian Mohr

3:57:46 h

Carsten Steinbrügge

4:33:20 h

 

Bericht: Christian Mohr, Fotos: Martina Retzlaff

 

TGC0Andreas Weber nahm am Trans Grancanaria teil. Es ist der Hauptlauf einer breiten Palette von Läufen von 17 bis 269 Kilometern Länge. Er umfasst 128 km und hat 7.500 Höhenmeter im Anstieg. Das Zeitlimit von 30 Stunden deutet an, dass der Lauf nicht einfach ist, dennoch erreichten dieses Jahr 679 Finisher von 886 das Ziel.

Auf der Homepage steht: "The mother of all races, every proper runner desires to overcome this engaging physical test. The race is is aimed for ultra endurance race top runners, and nature and adventure lovers. The Transgrancanaria race is specially made for you! Take your time to delight yourself in the most remarkable landscapes in Gran Canaria as you challenge the course on foot in less than 30 hours." Das ist genau das, was Andreas mag und auch ganz gut kann!

TGC Profil

Die Strecke führt von Nordosten einmal über die Insel zum südlichsten Punkte in Maspalomas.

Hier sein Bericht:

Nach ein paar wunderschönen Tagen und einem sehr tollen Lauf, bin ich wieder gut zurück von der Insel. Der TransGC ist auf jeden Fall ein tolles Erlebnis und unbedingt zu empfehlen!! Strecke, Organisation, Stimmung alles wie man es sich wünscht. Und auch das Wetter hat gestimmt, nachdem es am Vortag ordentlich geregnet hat und ein Sturm angekündigt war.

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Der Lauf war ganz schön hart, was wohl einem (relativ) flotten Start und dem recht anspruchsvollen Gelände geschuldet war. Insbesondere der hohe Anteil an Geröll hat ganz schön Kraft gekostet. Nach dem VP in Tejeda habe ich dann etwas langsamer gemacht und mich wieder gut erholt, immer wieder erstaunlich, wie der Körper das hinbekommt. Aber so richtig wachgerüttelt hat mich dann ein Sturz auf dem langen Downhill von El Garañón nach Tunte.

TGC5Gestolpert und schön auf die Felsen gedengelt, ein paar Schrammen abbekommen und den Ellbogen aufgeschlagen die Prellungen am Oberschenkel und vor allem am Schienbein habe ich zum Glück erst im Ziel bemerkt. Zum Ende lief es dann trotz schwerer Beine immer besser und ich habe mich zum Abschluss noch auf ein kleines 800m-Rennen eingelassen. Nach 19:14h war ich dann sehr glücklich und sehr geschafft im Ziel.

Haupttext und Bilder von Andreas Weber, 28.02.2018

Andreas belegt übrigens mit einer super Zeit von 19:14 Stunden den 136. Platz.

Internetseite der Veranstaltung: Link

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