Laufgemeinschaft der Deutschen Ultramarathon-Vereinigung e.V.

Preis1 KleinOb sich der Erfolg bei einem 100km-Wettkampf einstellt, hängt nicht nur vom Training ab, sondern auch vom Verlauf des Rennes, der Renntaktik. Hier werden oft haarsträubende Fehler gemacht, die oftmals nicht nur dazu führen, dass das Potential nicht ausgeschöpft wird, sondern im Extremfall zu einem DNF, dem vorzeitigen Rennabbruch.

Nach Tipps zum Training, Auswertungen zu den Meisterschaften und Mannschaftswertungen ist dies nun der letzte Teil der Berichterstellung zur Vorbereitung auf die 100km DM in Rheine. Er soll euch motivieren, einen für euch passenden Plan zu entwerfen und euch dadurch helfen, in Rheine realistische Erwartungen sowie eine Idee für eine erfolgreiche Umsetzung zu haben.

 

Mentales Training

Mentales Training beschreibt zum einen das Erlernen von mentalen Techniken. Aber zum anderen auch das Simulieren des kompletten Wettkampfes als Kopfkino. Ich stelle mir vor, wie ich mich am Start fühle, wie und mit welchem Tempo ich loslaufe, überlege, worauf habe ich nach 2 und nach 15 Runden Hunger, wieviel werde ich essen und trinken? Wie wird sich das anfühlen, wenn ich Besuch vom Mann-mit-dem-Hammer bekomme? Wie reagiere ich dann? Was mache ich, falls es kalt wird, wenn ich eine Blase bekomme? Werde ich eine Sonnenbrille brauchen?

Gut wäre, wenn es keine Überraschungen gibt. Manche Punkte sind einfach fixiert, z.B. das Tempo der ersten 60 km sowie das Essen in den ersten 5 Stunden - egal was für ein Wetter ist und wie es sich anfühlt. Plandisziplin ist ein Schlüssel zum Erfolg. Warum? Zunächst sollte jedem klar sein, dass die ersten 60 km die einfachere Hälfte ist. Habe ich einen Plan für die erste Hälfte, so kann ihn im Training mindestens einmal ausprobiert haben – und es sollte sich gut angefühlt haben.

In der zweiten Rennhälfte gibt es dann einige Optionen. Tempo, Ernährung, Kleidung muss situativ variiert werden. Hier können die Betreuer helfen, die richtigen Entscheidungen zu treffen und ohne Zeitverlust umzusetzen. Entsprechend muss man ja auch seine Tasche packen und die Eigenverpflegung mitnehmen. Wichtig bei dem mentalen Training ist auch die Strategie gegen Ermüdung. Einfach haben es da die gut trainierten Spitzenläufer, für die es gilt, das Tempo zu halten und sich durchzubeißen. Alle anderen müssen abwägen zwischen langsamer werden und Gehabschnitte einlegen. Jene Strategie ist die bessere, bei der man am frühesten im Ziel ist und oftmals sind kurze Gehabschnitte das bessere aber unbeliebtere Mittel.

Vorbereitung auf den Start

Die Taperingphase sind die letzten beiden Wochen vor dem Wettkampf. Auch hier gilt es, die richtigen Trainingsreize zu setzen, auch wenn der Schwerpunkt der Regeneration gilt.

Wichtig ist eine stressfreie Arbeitswoche, eine entspannte Anreise, eine Übernachtung vor Ort und auch morgens weder Hektik noch irgendwelchen, negativen Gedanken Raum zur Entfaltung zu lassen. Man ist rechtzeitig vor dem Start im Startgelände, schaut, was es am offiziellen VP gibt, wie die Sachen angeordnet sind, wo die Toiletten und baut sich eventuell seinen Stand mit eigener Verpflegung auf und überlegt sich, wo man die Tasche mit Wechselsachen deponieren kann. Das Netzwerk-Pflegen und Bekannte begrüßen ist ein Luxus, den man sich leisten muss. Zuerst müssen alle Sachen hergerichtet sein und man sollte sich noch einmal seine Renntaktik vergegenwärtigen, insbesondere das Tempo der ersten Kilometer!

BL Gotha Team

Obligatorisch ist das unvollständige Gruppenfoto vor dem Start. Perfekt ist, wenn man 15 Minuten vor dem Start bereit ist und sich dann im Team noch einmal einstimmen kann.

Ganz witzig finde ich die typischen Antworten vor so einem Lauf auf die Frage: Wie war dein Training? Oft hört man ein Gejammere über ausgefallene Einheiten, schlechte Umfänge und Tempi, ungünstige Gewichtskurven, Verletzungen und Krankheiten und so weiter. Und entsprechende Erwartungen: Irgendwie ankommen. Mit dem Startschuss scheint es eine Wunderheilung gegeben zu haben, denn diese Leute starten oftmals im 10km-Wettkampftempo.

Wenn man mal die Bluff-/Ironie-Variante außen vorlässt, sind solche Antworten und Startverhalten aus zwei Gründen unvorteilhaft: Keine negativen Gedanken vor dem Start! Daher lautet die Antwort auf die Frage: Gut. Oder wer mehr Wörter benutzen möchte: Ich bin zufrieden und fühle mich gut vorbereitet.

Zwei Dinge sind vor dem Start sehr wichtig: Optimismus und ein Plan. Und wenn der Plan ist, den ersten Kilometer in 6:30 zu laufen, dann sollte auch der erste Kilometer in 6:30 gelaufen werden und nicht 1 Minute schneller!

Selbstverständlich sollte sein, dass man ausgeruht am Start steht mit vollen Energiedepots. Meist hat man einen stimulierenden, aber sehr störenden Hormoncocktail intus, dessen Stresshormone dazu führen, dass viel Kohlenhydrate verbrannt werden und sich ein moderates Tempo echt langsam anfühlt. Das ist der Grund, warum fast alle Leute zu schnell starten. Dieses „nach-Gefühl-loslaufen“ geht eigentlich immer schief, da die verpulverte Energie weg ist und in der zweiten Rennhälfte fehlt.

Realistische Ziele – angemessene Pläne

Idealerweise setzt man sich gleich mehrere Ziele. Gut wäre z. B. wenn man sich einen Zeitkorridor für die Endzeit überlegt, ein optimistisches, ein realistisches und ein minimales Zeitziel. Man sollte dann eine mutige Renntaktik wählen, die das optimistische möglich lässt, aber natürlich nur bei einem günstigen Rennverlauf. Das minimale setzt eine untere Grenze für die eigene Zufriedenheit. Diese könnte das Fininshen im Zeitlimit sein.

Ein realistisches Ziel kann man aus der aktuell möglichen Marathonzeit berechnen. Eine weit verbreitete Formel besagt: dreimal die Marathonzeit. Damit würde ein 3:00-Läufer 9 Stunden und ein 3:30-Läufer 10:30 benötigen. Bei schnelleren Läufern ist die Zeit etwas zu hoch und gemäß Daumenregel, kann man die Minuten unter 3h noch einmal abziehen, also wer 2:40 laufen kann, käme mit der dreifachen Zeit auf 8 Stunden mit der korrigierten Zeit auf 7:40h.

Möglicherweise passen die Formeln für Marathonläufer, die zum ersten Mal 100km laufen, aber ein Ultramarathonläufer, der sich auf die langen Strecken spezialisiert hat, kann schneller laufen. Eine brauchbare Formel ist Marathonrenntempo plus 1 Minute pro km. Der 3:00-Läufer käme dann bei einem Tempo von 5:15 min/km auf 8:45, der 3:30-Läufer auf 10 Stunden.

Meine Beobachtung geht sogar noch etwas weiter, dass jemand, der sich spezifisch auf die 100km vorbereitet, nur 45 sek pro Kilometer abfällt, also ein 3:00-Läufer durchaus ein 5er-Schnitt halten und in 8:20 ins Ziel kommen kann. Da allerdings kaum jemand „sein Marathontempo“ kennt, sind das alles nur Zahlenspielereien.

Ich halte einen Testlauf über die Marathonstrecke oder 50 km, der flott, aber nicht ganz am Limit gelaufen wird, daher in der unmittelbaren Vorbereitung für sehr sinnvoll. Auch kann man das anvisierte Renntempo in den 50- und 60-Kilometereinheiten ganz gut testen.

Über verschiedene Wege habe ich also meine optimale Zielzeit und das entsprechende Tempo berechnet und validiert. Das ist doch schon einmal ein Anfang.

Klar ist, dass jemand, der 10 Stunden als sein optimales Ziel ansieht, nicht im 5er Schnitt lospreschen sollte. Gleichmäßig schnell – also jede 5km-Runde in 30 Minuten ist eine gute Idee – klappt nur nicht.

Zum einen würde ich immer eine gewisse Zeit Puffer für Toilettenbesuche oder zum Umziehen einplanen. Falls hier eine Pause anfällt, darf man die verlorene Zeit nicht durch einen Sprint kompensieren, um die Rundenzeit zu retten. Die Zeit ist einfach weg. Wer also hier 5 Minuten (= 300 Sek) einplant, sollte die Kilometer alle 3 sek schneller als der geplante Bruttodurchschnitt laufen.

Doch was heißt eigentlich „gleichmäßig laufen“? Gleiches Tempo wäre naheliegend, ist aber vermutlich nicht optimal. Ist euch schon einmal aufgefallen, dass euer Puls trotz konstantem Tempo im Laufe der Stunden hochgeht? Hierzu gibt es drei Erklärungsansätze: 1. Die Bewegungsökonomie leidet durch Muskelermüdung. 2. Man dehydriert und das Blut wird dicker. Und 3. der Stoffwechsel verschiebt sich hin zu mehr Fetten und benötigt daher mehr Sauerstoff.

Wenn ihr ohne Puls lauft, merkt ihr auf jeden Fall, dass es immer anstrengender wird, das gleiche Tempo zu halten. Andere Vorschläge zu „Gleichmäßig-Laufen“ wären dementsprechend: „Mit konstantem Puls“ zu laufen und „mit dem gleichen mentalen Einsatz“ zu laufen. Beides würde dazu führen, in der zweiten Rennhälfte etwas langsamer zu werden.

Der Plan der Meister

Möglicherweise wird die Idee, sich an den Plänen von Meistern zu orientieren, die über viel Erfahrung, viel Talent und einen sehr hohen Trainingsumfang verfügen, grandios bei euch scheitern, aber die statistische Auswertung von 100km-Volksläufen wie in Biel, bei denen man davon ausgehen muss, dass sich die meisten ihre Rennen nicht gut einteilen, ist sicher noch weniger hilfreich.

Schauen wir uns einmal die Weltmeisterschaft vom 27.11.2016 in Los Alcazares (ESP) an.

Plan100 yamauchiGewonnen hatte HIDEAKI YAMAUCHI (JAP) in einer super Zeit von 6:18:22. Vermutlich waren seine langsamsten Kilometer die ersten 3.

Er ist konstant schneller geworden und hatte seine schnellste Runde zwischen 50 und 60 Kilometer, wurde anschließend kontinuierlich etwas langsamer.

Bei einer WM spielen natürlich auch taktische Überlegungen eine große Rolle. Er übernahm die Führung Anfang der 7. Runde und war sich nach km 90 vermutlich seines Sieges bewusst.

Plan100 calcaterraGIORGIO CALCATERRA (ITA) läuft seit über 10 Jahren in der Weltspitze mit und galt ebenfalls als Mitfavorit.

Die erste Runde lief er mit dem späteren Sieger gemeinsam, hat aber bereits in der zweiten etwas abreißen lassen.

Auch er hat die ersten drei Runden bis zu seinem Wettkampftempo beschleunigt.

Dieses versucht man dann im Idealfall möglichst lange zu halten, meist bis km 50 oder 60. Dann muss man schauen, wie die Tagesform aussieht.

Er ist dann doch von Runde zu Runde langsamer geworden. Auch hier spielt es sicher eine Rolle, dass er mit dem Ausgang des Rennens nichts zu tun hatte, denn er wurde letztendlich 7.

Plan100 mthembuZweiter wurde BONGMUSA MTHEMBU (RSA).

Er lief die ersten drei Runden als schnellster und hatte nach 40 km fast 3 Minuten Vorsprung. Auch bei ihm waren die 3. und 4. Runde die schnellsten, aber er lief die ersten 90 Kilometer recht konstant.

Hier kann man nur ahnen, was im Kopf des jungen Läufers aus Südafrika vorging, als er bei hoher Geschwindigkeit in der 7. Runde überholt wurde.

Er hat am Ende mit 11 Minuten Vorsprung seien zweiten Platz verteidigt und hätte vermutlich die letzte Runde auch 5 Minuten schneller laufen können.

Plan100 colletANDRÉ COLLET (GER) wurde mit Platz 13 bester Deutscher und verbesserte etwa in seinem 10. 100km-Jahr seine persönliche Bestzeit etwas.

Auch er startete verhalten und lief ab km 20 ein gleichmäßig hohes Tempo bis km 60, dann wurde er etwas langsamer.

Möglicherweise ist er das Tempo bis zum Ende gelaufen und war in der vorletzten Runde auf Toilette.

Auf jeden Fall hat er einen tollen Endspurt hingelegt – seine PB vor Augen.

Plan100 fischerKARSTEN FISCHER (GER) lief erst seit einem Jahr, als er sich in Biel mit der P-Norm für die WM empfahl.

Zuvor war er zweimal in Rodgau gelaufen und glänzte 2016 mit dem dritten Platz, einer Zeit von 3:09:30, was einem Tempo von 3:47 auf dem Kilometer entspricht.

In Biel war sein Tempo 4:25 pro km. Ich könnte mir gut vorstellen, dass es bei der WM sein Plan war, mit 4:10 pro km anzufangen, das Tempo möglichst lange zu halten mit dem optimistischen Ziel seine Bestzeit auf unter 7:00 Stunden zu drücken. Das Rennen lief für ihn perfekt.

Fazit

Aus verschiedenen Gründen sollte man die ersten 2 bis 5 Kilometer wirklich langsam beginnen, durchaus 10 bis 15 Sekunden über dem optimalen Tempo und dann langsam auf das Wettkampftempo beschleunigen. Wenn manche erst zur Rennhälfte ihre schnellsten Runden laufen, dann liegt das daran, dass sie anfangs diszipliniert nach Tempotabelle gelaufen sind und erst anschließend nach Gefühl ihr Tempo gesucht haben.

Meine Empfehlung wäre allerdings, etwa ab km 5, spätestens aber nach 10 km das geplante Wettkampftempo zu laufen. Bis km 50 können und wollen die Beine schneller – hier muss man mit Geduld ein wenig bremsen.

Ab km 50 kommt dann die Erkenntnis, dass das Tempo gar nicht so schlecht ist, ab Kilometer 60 wird es schwer, es zu halten. Wer viele Einheiten mit Endbeschleunigung gelaufen ist, hat eine gewisse Erfahrung darin, was jetzt noch möglich ist und kann ein entsprechendes Tempo wählen.

Wer jetzt beschleunigt, sollte sich sicher sein, das neue Tempo auch bis zum Schluss halten zu können. Einen negativen Split sieht man bei 100km-Läufen allerdings ausgesprochen selten. Auch hierfür sind die Gründe bei dem Thema „Gleichmäßig laufen“ erläutert. Bei Anfängern kann es allerdings sinnvoll sein, sich bis km 50 oder 60 zu bremsen und die Bremse erst dann zu lösen. Dann ist es nur noch einmal „die lange Runde“, also eine Streckenlänge, die einem vertraut ist.

Betreuung

Betreuer haben gleich zahlreiche Funktionen. Sie reichen an, nehmen ab, kontrollieren das Tempo, geben Renninformationen und – das wichtigste – sie motivieren und helfen schwierige Phasen zu überwinden.

Spannend sind überraschenderweise noch einmal die letzten 10km. Es ist bei weitem nicht so, dass hier alle noch einmal einen Endspurt hinlegen – manche, weil sie nicht können, andere, weil sie nicht wollen. Das ist dann eine Frage der Motivation oder des Charakters.

Florian Neuschwander hat bei der WM 2015 in Winschoten alle durch eine megaschnelle Runde verblüfft. Es war seine schnellste und die schnellste letzte Runde im ganzen Feld. Auch Michael Sommer hat manchmal zum Ende hin eine sehr schnelle 10km-Zeit abgeliefert.

Hier können durchaus noch einmal ein paar Minuten gewonnen oder auch – und das ist weit häufiger der Fall – verloren werden.

Ob so ein Plan funktioniert, hängt übrigens auch ganz stark von der Ernährung ab. Ihr müsst das richtige essen, zum richtigen Zeitpunkt und die richtige Menge.

Für euren Lauf in Rheine oder wo auch immer wünsche ich euch viel Erfolg. Ist doch ganz einfach oder? Schätzt euer Leistungsvermögen richtig ein, setzt euch ein realistisches Ziel, macht euch einen passenden Plan, der in der zweiten Rennhälfte etwas flexibel ist, überlegt euch eine Ernährungsstrategie und wenn möglich, eine gute Betreuung, die anreicht, mitdenkt und motiviert.

Tabellen: Raceresult, Bilder von Gotha und Münster 2017, Text: Michael Irrgang, 27.02.2018

„Zwei Fliegen mit einer Klappe“ war mein Gedanke, als ich nicht nur als Weltmeister beim Vertical Marathon wurde, sondern mit 10:13:01 Stunden auch noch den aktuellen Weltrekord um 2:58min unterboten hatte.

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Ich konnte es kaum glauben! Aber jetzt mal von Anfang an.

Vor dem Wettkampf:

Um mich in den letzten Tagen vor der 4. Vertical Marathon Weltmeisterschaft optimal vorbereiten zu können, habe ich mir die ganze Woche Urlaub genommen und mich schon am Mittwoch, mit Zwischenstopp bei meinen Eltern, auf den Weg gemacht. Von hier aus ging es dann am Freitag die restlichen 300 km weiter nach Hannover, wo ich bei einem meiner zwei Betreuer und guten Kumpel Olli untergekommen bin. Hier traf ich mich auch mit Björn, der mich im letzten Jahr schon sehr gut betreut hatte. Somit hatte ich in diesem Jahr gleich zwei persönliche Betreuer an meiner Seite.

Wettkampftag:

Ob es die Anspannung oder die riesige Pizza am Vormittag gewesen war - ich habe bestimmt maximal 3 Stunden geschlafen, da ich einfach nicht einschlafen konnte, als am Samstagmorgen um 4 Uhr der Wecker geklingelt hat. Na, das kann ja heiter werden. Nach einem kurzen Frühstück und noch ein paar Klamotten und Verpflegung richten, ging es mit dem Auto um 5:30 Uhr zu dem Hochhaus des Annastift Berufsbildungswerk, wo auch schon die letzten 3 Weltmeisterschaften stattgefunden haben. Um 6:00 Uhr gab es die Wettkampfbesprechung für uns 22 Starter. Wir hatten danach bis zum Start um 8.00 Uhr noch genügend Zeit, um unsere persönliche Verpflegung auf den jeweils zugeteilten Etagen zu deponieren. Mein Verpflegungstisch stand in diesem Jahr in der 4. Etage; nicht ganz zufällig zusammen mit dem zweifachen und aktuellen Weltmeister Johannes Schmitz ;-) Im Erdgeschoss gab es einen allgemeinen Verpflegungstisch für alle Teilnehmer und Helfer, welchen ich aber während des Rennens nicht genutzt habe, da man hierfür die Treppe hätte kurz verlassen müssen. 15min vor dem Start gab es noch ein Gruppenfoto und dann ging es auch schon pünktlich um 8:00 Uhr los.

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Ich habe mich von Anfang an auf die dritte Position eingereiht, um zu testen, ob ich das extrem hohe Anfangstempo überhaupt mitgehen kann. Johannes hat hier wie erwartet, richtig Druck gemacht, so dass es nicht leicht war, an ihm dran zu bleiben. Treppen runter ist er mir meistens abgehauen, Treppe hoch, was meine Stärke ist, konnte ich ihn aber immer wieder einholen. So ging das „Katz und Maus“-Spiel die ersten 90min weiter und ich lag zu dieser Zeit bereits an zweiter Position. Jetzt habe ich ständig überlegt, ob ich es riskieren sollte, an ihm vorbei zu ziehen, da das Tempo schon ein wenig nachgelassen hat. Aber dafür war es mir dann doch noch zu früh. Nach etwas über zwei Stunden kam dann vom Johannes die Frage: „Willst du vorbei?“ Er hat wohl gemerkt, dass er mich nicht so richtig los wird. ;-) Ich habe noch kurz gezögert, bin dann aber an ihm vorbei und habe damit die Führung übernommen. Ab diesem Zeitpunkt war ich also nun der Gejagte. Jetzt war ich gespannt, wie die anderen Teilnehmer reagieren würden. Zu meiner Überraschung wurde mein Vorsprung ganz langsam größer, und keiner versuchte mein Tempo mitzugehen. War ich zu schnell? Würde bald der Einbruch kommen? Nach rund 4 Stunden merkte ich dann auch das hohe Anfangstempo und der „Treppenhammermann“ hat mit ordentlich einen über den Kopf gezogen. Ich musste das Tempo deutlich reduzieren und mich am Verpflegungstisch länger als sonst bedienen. Hier haben sich Olli und Björn immer hervorragend um mich gekümmert, und mir jeden Wunsch sofort erfüllt -> Nächste Runde einen Kaffee, ein Gel, Iso, Bier . An dieser Stelle nochmals vielen Dank an euch beide.

Nachdem ich mich ausreichend gestärkt habe, ging es auch schon weiter. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich noch einen Vorsprung von ca. 2,5 Runden. Jetzt bloß nicht langsamer werden, war mein Gedanke. Ich zog nach und nach das Tempo wieder an, und hatte nach der 100. Runde (194 gesamt), bereits einen Abstand zum zweiten, immer noch Johannes, von 4 Runden. In der 100. Runde ertönte im Treppenhaus ein persönliches Lied, welches man sich im Vorfeld, genauso wie für die letzte Runde, wünschen konnte. Das motiviert ungemein.

Die Runden wurden übrigens elektronisch über einen Chip am Fußgelenk und noch per Hand in der 13. Etage und Erdgeschoss gezählt. Jeder Teilnehmer hatte eine Liste, wo die Runden abgehakt wurden. An dieser Stelle auch vielen Dank an unser Vereinsmitglied Jens Allerheiligen, der kräftig mitgeholfen hat. Runde für Runde ging es weiter und mein Abstand wurde größer: - Nach 117 Runden, 7 Runden Vorsprung - Nach 147 Runden, 9 Runden Vorsprung Nach 150 Runden kam es dann zum Führungswechsel auf Position zwei und ich wurde von da an von Petru Muntenasu verfolgt, der immer schneller wurde. „Nur“ noch 44 Runden, dachte ich mir. Halte ihn bloß auf Abstand und lasse ihn nicht näher als 3 Runden an mich rankommen, war nun mein Plan.

Leider fing nun meine linke Wade an, nervös zu werden und es zog ein wenig in der Muskulatur. Jetzt bloß keinen Wadenkrampf bekommen! Nachdem ich die Dosis von meinen Salzkapseln erhöht hatte, beruhigte sich die Wade zum Glück wieder und ich konnte mein Tempo weiterhin sehr gut halten. Nach 160 Runden und 9 Runden Vorsprung (Eine Runde war in etwas 3:10min), wollte ich Tempo etwas rausnehmen und die restlichen 24 Runden „locker“ zu Ende laufen. Sollte mir nichts Unplanmäßiges passieren, müsste es zum Sieg reichen, und es kam so langsam Freude auf. Meinen Vorsprung ließ ich mir nun häufiger durchgeben, nicht das mir Petru doch noch zu nahe kommt.

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Aber mit locker weitermachen war dann doch nichts, da ich nun die Meldung bekommen habe, dass der Weltrekord wackelt und ich noch mal richtig Gas geben sollte. Puh, war ich jetzt doch schon ziemlich platt, habe ich meine letzten Kräfte mobilisiert und Runde für Runde nochmal das Tempo angezogen. So langsam machte nun mein Magen dicht, und ich konnte kaum noch Verpflegung aufnehmen. Aber es hat gereicht. Die letzten Runden wurde ich von den Helfern und den anderen Teilnehmern nochmal kräftig angefeuert, was mir einen ordentlichen Schub verpasst hatte. Dann, in der letzten Runde ertönte mein Finalsong, und ich rannte mit 12 Runden Vorsprung mit neuer Rekordzeit in Ziel!

Sofort stürzten sich die beiden anwesenden Fernsehteams auf mich, und wollten ein Interview. Aber ich musste erst mal in Ruhe was trinken und mir das ausgeschwitzte Salz aus dem Gesicht wischen.

WAS FÜR EIN TAG 

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Ich möchte mich an alle Helfer und das Orga Team für die unermüdliche Arbeit und Führsorge bedanken. Besonderen Dank geht an Horst Liebetruth als Organisator und an meine beiden Freunde Björn und Olli. Ihr seid spitze!!

P.S.: Natürlich möchte ich im nächsten Jahr meinen Titel verteidigen. Ich denke….da geht noch was ;-)

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Auch Vereinskollege Sascha Mörth nahm erfolgreich an dieser Weltmeisterschaft teil. Sein Bericht dazu (nur ein Auschnitt, komplett auf Facebook):

Der 4. Vertical Marathon ist Geschichte, und noch immer bin ich überwältigt von den Emotionen. Für mich war es der zweite Anlauf, die 83.808 Stufen und 14.666 Höhenmeter bei der Treppenhausweltmeisterschaft in Hannover zu bezwingen. Voriges Jahr ging ich halb krank an den Start; diesmal stand ich gesund am Start.

...

Mein Ziel war es, sicher zu finishen. Die Entscheidung für Oberschenkel- und Wadenkompression stellte sich als goldrichtig heraus. Ich kam so viel schneller die Treppe herunter im „2-Stufen-Modus“, was mir über eine längere Zeitdauer bisher nicht gelungen war. Nach 14:13:46 h war ich überglücklich im Ziel. Die Atmosphäre des Rennens war einmalig, die Laufenden durften sich über permanente Anfeuerung und die Erfüllung (fast) jeden Wunsches freuen. Jede/r wurde im Ziel frenetisch bejubelt.

Meinen Vorbericht könnt ihr hier noch einmal nachlesen.

Kurzinfo zum Erfolg: Link

Text: André Weinand, Sascha Mörth, Bilder: Björn Herold und Christian Hottas, 25.02.2018

2018 ist bereits die vierte Saison der "Ultramarathon Bundesliga", der offiziellen Vereinsmeisterschaft im Bereich Ultramarathonlaufen. Zur Ergebnisfeststellung werden verschiedene Leistungen bei den 5 Meisterschaften in Rohpunkte bewertet und addiert, daraus eine Reihenfolge ermittelt und dann nach einem festen Raster für die erfolgreichen Vereine Wertungspunkte vergeben. Das Berechnungssystem wurde auch in diesem Jahr wieder leicht modifiziert und ist hier im Detail nachzulesen.

BL Ehrung 2017

Im Rahmen der DUV-Mitgliederversammlung in Rodgau fand die Ehrung der ersten 6 Mannschaften der Saison 2017 statt. Patricia Rolle von der LG Nord Berlin Ultrateam konnte bereits zum dritten Mal für ihren Verein den Pokal in Empfang nehmen. Christian Mohr nahm für die LG Ultralauf den Preis für den Vizemeister in Empfang, LG Allgäu/Kempten, LG Mauerweg Berlin, Ultra Sport Club Marburg und SV Schwindegg folgen auf den nächsten Plätzen und konnten einen Geldpreis für die Vereinskasse in Empfang nehmen. Die gesamte Abschlusstabelle findet man hier auf der DUV-Statistikseite.

BL Gotha Team

Was braucht ein Verein, um in der Bundesliga erfolgreich zu sein? Idealerweise ein großes, gutes Team, welches bei allen Meisterschaften vertreten ist. Im letzten Jahr konnten wir bei der 24h-Meisterschaft in Gotha als Tagessieger einmal den Titel "Mannschaft des Tages" gewinnen. Das Regelwerk bewertet den Erfolg der Männermannschaften besonders hoch. Wer hier gewinnt, hat meist eine Top-Platzierung sicher. Für Frauenmannschaften gibt es die gleichen Regeln, jedoch werden meist weniger Punkte vergeben, da nicht so viele Frauenmannschaft in die Wertung kommen. Diese Abstufung wurde im letzten Jahr eingeführt und hat sich bewährt. Einzelleistungen werden aber auch bewertet und so bekommt beispielsweise der Sieger und die Siegerin für ihren Sieg in der Gesamtwertung und Altersklasse insgesamt 9 Punkte, was in Gotha zu einem geteilten Platz 5 der Tageswertung reichte. Für 9 Punkte muss sich ein Verein, der nicht über Spitzenläufer verfügt, schon richtig strecken. So bekommt ein Verein beispielsweise für eine Mannschaft ab Platz 7 nur 1 Punkt - wenn überhaupt. Um nun den Vereinen im Vergleich zu den Einzelläufern einen Vorteil zu geben, wird in diesem Jahr als wichtigste Regeländerung ein "Teambonus" von 3 Punkten gewährt, wenn ein Verein mit mindestens 3 Läuferinnen oder Läufern in der Ergebnisliste vertreten ist. Das wird insbesondere im Bereich zwischen den Plätzen 5 und 10 zu Verschiebungen führen.

Wer ist nun Favorit in Rheine und wer für die Bundesliga? Möglicherweise werden nicht alle gemeldeten starten und es können ja auch noch Meldungen bis Sonntagabend erfolgen, dennoch kann man aus Vereinssicht schon vorsichtig das Startfeld auswerten und eine Prognose wagen.

Wir sind mit einem einmalig großen Team vertreten. Nun, das überrascht nicht, denn wir sind Ausrichter und haben am Vorabend unsere diesjährige Mitgliederversammlung. Wir haben viele und sehr gute Mannschaften und werden wohl auch in den Altersklassen ein paar Punkte einsammeln. Das sollte eigentlich für den Tagessieg reichen. Unseren Meister finden wir regelmäßig in Berlin. Auch dieses Jahr hat LG Nord Berlin wieder eine top Männermannschaft aufgestellt und gilt hier als Favorit - sollten alle Läufer gesund am Start stehen, aber neben den 6 Männern nur eine Frau - die oben erwähnte Patrica Rolle - das könnte für Platz 2 reichen, aber sicher nicht für mehr. Zwei Mannschaften hat auch Team Icehouse und VFL Engelskirchen, darunter jeweils eine 50+-Mannschaft. Team Icehouse traue ich Platz 3 in der Gesamtwertung zu. Die Mauerwegläufer, sind mit 6 Startern drittstärkstes Team und bei der Männermannschaft Titelverteidiger, doch bin ich mehr als skeptisch, ob sie ihren Erfolg wiederholen können. Insgesamt gibt es aktuell 14 Vereine, die einen Teambonus erhalten können, allerdings haben davon 11 Vereine nur 3 oder 4 Starter. Für die wird es schwer, sich trotz des Teambous vor den besten Einzelstartern zu platzieren. Die übrigen 85 Starter kommen aus 77 Vereinen! Ich vermute, dass bis Platz 3 noch alles offen ist und schon einzelne zusätzliche Starter, zu großen Platzierungssprüngen führen können.

Übrigens hat die DUV für die besten 10 Vereine wieder Geldpreise von 75 bis 300 Euro ausgeschrieben. Da lohnt sich doch durchaus ein Auftritt in Teamstärke! Größte Chancen auf den Titel haben Titelverteidiger LG Nord Berlin und wir als im letzten Jahr knapp gechlagener Zweiter. Aber auch LG Mauerweg Berlin ist nach aktuellen Anmeldezahlen auch bei anderen Meisterschaftsterminen mit im Rennen. 

Text: Michael Irrgang, Bilder: Michael Irrgang (1), Christian Mohr (1)

LGUDL Logo400Dieses Jahr feiert die LG Ultralauf 10jähriges Vereinsjubiläum und kann auf eine sehr bewegte Zeit zurückblicken, in der es seit einigen Jahren rasant mit den Mitgliederzahlen und sportlichen Erfolgen nach oben geht. Mittlerweile kommen unsere Mitglieder aus ganz Deutschland, wohnen aber auch in Österreich, der Schweiz und Norwegen. 

Als eine Jubiläums-Aktion haben wir nun einen Deutschlandlauf geplant, bei dem es das Ziel ist, ein großes Netz zu bilden, welches die Wohnorte unserer Mitglieder verbindet und einige Etappen abzulaufen. Dabei steht diese Aktion unter dem Motto "wir besuchen uns". Hier ist Kommmunikation und Rücksichtnahme gefragt, wenn es darum geht, mit seinen Nachbarn eine Etappe zu vereinbaren und idealerweise auch zu laufen. Dass das nicht immer einfach ist, liegt in der geografischen Verteilung der Orte, aber die Ausschreibung lässt viele Varianten zu. So wird es von München nach Salzburg wahrscheinlich einnen Mehrtageslauf geben und andere Königsetappen werden wohl auch schon mal üer 100km-Länge überschreiten oder als Staffel oder sogar mit dem Rad zurückgelegt gelegt werden. Und wie wir von Leipzig nach Berlin kommen, ist auch noch völlig ungewiss.

LGU Bild 660

Wir haben unseren Mitgliedern eine Karte online zur Verfügung gestellt, in der sie jederzeit den Status der Orte und Etappen einsehen können. Mittlerweile haben deutlich über 50% der Mitglieder ihre Teilnahme zugesagt und wir daher die selbst gesetzte Mindestgrenze überschritten. Phase 2 kann beginnen!

Wurden in der ersten Phase die blauen Labels bei einer Zusage orange und bei einer Absage gelöscht, so gilt es jetzt, Ideen für Etappen auszutauschen. Verbundene Standorte werden dann grün und die Linien blau. Sollten dann im nächsten Planungsschritt die Etappen von der Strecke geplant und der Lauf terminiert sein, so werden die Linien rot. Das ist eine unvorstellbare Arbeit und kann nur dadurch gemeistert werden, dass die Mitglieder die Etappenplanung selbst übernehmen. In Ballungsregionen gibt es jeweils einen Koordinator, der dafür sorgt, dass niemand vergessen wird und es eine gute Mischung aus kleinen und großen Etappen gibt. Der Bonner Bereich ist schon erschlossen, Köln angebunden, Richtung Süden wartet bereits eine größere Gruppe aus Koblenz darauf, einmal besucht zu werden. Im Süden von Bonn gibt es aber noch ein blaues (offenes) Label, daher ist der Start noch nicht klar.

In Rheine treffen sich Mitte März zu unserer Mitgliederversammlung und der von uns ausgerichteten 100km-Meisterschaft etwa 60 Vereinsmitglieder. Da werden direkt vor Ort Pläne geschmiedet und viele Labels neu gefärbt und verbunden. Den März und April wollen wir uns noch für die Planung offenhalten gelaufen wird dann im Sommer.

Viele von uns sind in ihren lokalen Vereinen und Freundeskreisen aktiv. Daher haben wir uns überlegt, dass an den Etappen natürlich alle Vereinsmitglieder, aber auch die die Lauffreunde der Etappenpaten eingeladen sind. Nach heutigem Stand der Planung werden wir die Etappen aber nur intern kommunizieren. Denkbar wäre aber, dass wir bestimmte Mega-Etappen auch öffentlich ausschreiben.

Wir planen ja noch. Aber schon jetzt ist die Resonanz zu der Idee gewaltig und wir freuen uns schon sehr auf die Umsetzung!

Text: Michael Irrgang, Logo: Michael Irrgang, Karte: mit Google Maps erstellt, 21.02.2018

Rheine FB

Bitte beachten. Aufgrund der Deutschen Meisterschaft ist für alle Wettbewerbe der Termin für die die Online-Anmeldung der kommende Sonntag 24 Uhr. Angemeldete Läufer haben dann bis zum 28.02.2018 Zeit, den Teilnehmerbeitrag zu bezahlen. Angemeldete, aber nicht bezahlte Läufer werden von der Startliste wieder entfernt und müssen ggf. vor Ort eine Nachmeldung ausfüllen und den Nachmeldezuschlag zahlen. Dieser beträgt für den 6h-Wettbewerb 10 Euro und für die 100km 100 Euro.

Wer ummelden möchte, kann dies ebenfalls problemlos bis Sonntag machen. Wer von 6h auf 100km ummelden möchte, kann einfach die Differenz von 25 Euro bezahlen, wer von 100km auf 6h ummeldet, bekommt kein Geld zurück, erhält aber die Chance, einen Ultralauf zu finishen. Das ist bei einer nicht-optimalen Vorbereitung vielleicht die bessere Option, als zu Hause zu bleiben oder ein DNF zu riskieren. Ummeldung bitte per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! melden.

Aufgrund von interessierten Nachfragen haben wir die Ausschreibung in zwei Punkten ergänzt:

1. Neuer Staffelwettbewerb: Schlag die Meister! Bis zu 10 Läuferinnen und Läufer können in einer Staffel versuchen, die Siegerzeiten der Männer und Frauen zu unterbieten. Wetten, dass das verdammt schwer wird? Teilnehmerlimit 5 Staffeln, 200 Euro Startgeld, Meldung per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

2. AK-Mannschaftswertung. Der DLV führt für die Seniorenaltersklassen Bestleistungen. Um hier eine Berücksichtigung zu ermöglichen, haben wir diese Wertung im offenen Lauf ausgeschrieben.

Warum sollte man unbedingt an dieser Veranstaltung teilnehmen und 100km oder 6h laufen? Der Schauplatz ist sicher etwas besonderes. Es wird auf einer 5 km-Runde auf einem Flughafengelände gelaufen, wobei die gesamte Logistik in einem riesigen Hangar untergebracht ist. Die Strecke ist kurvenarm, flach, schnell und ermöglicht sowohl für schnelle als auch für langsame Läufrer und Läuferinnen gute Leistungen. Für viele ist es ein früher Jahreshöhepunkt, aber ein 100km- oder 6h-Lauf im März ist auch eine sehr gute Vorbereitung für spätere, längere Veranstaltungen, z.B. wenn man im Mai oder Juni 24h laufen möchte. Eine sehr preiswerte Unterkunft sowie Verpflegung in der Kaserne ist möglich.

Der 100km-Lauf gehört zur DUV-Cup-Serie und mit einem 100km-Finish könnt ihr fleißig Punkte sammeln. Falls ihr an der DM teilnehmt, könnt ihr auch mit eurer Mannschaft etwas gewinnen. Es gibt neben der Gesamtwertung für Männer- und Frauenmannschaften auch eine Sonderwertung für Mannschaften der Über-50jährigen. Zu einer Mannschaft gehören immer drei Personen und aktuell sind bei einigen, größeren Vereinen nur zwei gemeldet. Mit einem guten Mannschaftsergebnis legt man den Grundstein für ein gutes Abschneiden in der Ultramarathon Bundesliga. Dies ist ein Wettbewerb der Vereine, der von der DUV veranstaltet wird und bei dem es durchaus um nennenswerte Preisgelder geht. Um in Rheine bei dem ersten Lauftag der diesjährigen Saison gut abzuschneiden, braucht man neben guten Einzelläuferinnen und -läufern insbesondere gute Mannschaften.

Es wird auf jeden Fall ein interessantes Wochenende werden. Nächste Woche, nach Meldeschluss gibt es eine Vorschau, wenn die Startlisten mehr oder weniger feststehen. Das Feld bei den Frauen mit Titelverteidigerin Nele Alder-Baehrens und bei den Männern ist schon jetzt absolut erstkklassig, aber vielleicht kommen ja noch ein paar starke Läuferinnen und Läufer dazu.

Ich hoffe, wir sehen uns

Michael Irrgang, 19.02.2018