Laufgemeinschaft der Deutschen Ultramarathon-Vereinigung e.V.

Für mich ist dieser Langdistanz-Triathlon in Roth etwas ganz Besonderes. Er liegt ja fast vor meiner Haustüre, denn ich wohne seit vielen Jahren in diesem triathlonbegeisterten Landkreis. Triathlon in Deutschland entstand quasi hier bzw. wurde von hier aus bekannt. Viele Jahre war es der Ironman der hier veranstaltet wurde und erst als die Lizenzgebühren dafür fast ins Unermessliche stiegen, machte der Veranstalter (Felix Walchshöfer) Schluss damit und erfand mit seiner Variante, die er "Challenge-Triathlon" nannte eine eigene Marke, die er anschließend in die ganze Welt exportierte und so zum großen Konkurrenten für die Ironman-Serie wurde.

Roth 2

Noch immer sagen sehr viele Triathleten: "Roth is the Home of Triathlon". Wer diese ganz besondere Stimmung an der ganzen Strecke je erlebt hat, wird dies bestätigen können. Hier starten alle Weltklasseathleten gerne und sehr viele Weltrekorde (auch die aktuellen) wurden hier erzielt. Aber eben auch sehr viele „ganz gewöhnliche Sportler“ aus aller Welt kommen immer wieder gerne nach Roth.
Ich bin zwar nicht damit aufgewachsen – damals lebte ich noch nicht in Mittelfranken, doch sehr viele Jahre (schon zu meinen unsportlichen Zeiten mit fast 120Kg auf den Rippen) stand auch ich mit offenen Mund an der Strecke, ob dieser schier unmenschlichen Leistungen, wie ich das damals empfand. Das andere war natürlich diese ganz besonderen Gänsehauterlebnisse an der Strecke und vor allem in dem Stadion, das in Roth nur für den Triathlon errichtet wurde – kurzum, dort brennt die Luft!!
Als es mir dann irgendwann möglich war Marathon zu laufen, wuchs in mir der Wunsch, dort in einer Staffel anzutreten und den Schlussmarathon zu laufen.
So wurde irgendwann vor 8 Jahren eine Staffel aus dem Umfeld unseres Lauftreffs in Kammerstein (KA-BA) geboren. Es fanden sich ein Schwimmer, der bereit war die 3,8km im Rhein-Main-Donau-Kanal zu schwimmen und ein Radfahrer, der zwei 90km-Schleifen durch den Landkreis Roth fuhr. Und ich konnte eben den anschließenden Marathon gelaufen. Seitdem war ich in jedem Jahr dabei – dieses Spektakel wollte ich mir nicht mehr entgehen lassen – und Spektakel umschreibt es ganz gut, was da los ist. Mit verschiedenen Staffeln bin ich dort schon gestartet. Beispielsweise zum 60. Geburtstag unseres Bürgermeisters. Er heißt Walter Schnell, rief ich eine Staffel mit dem Namen: Die „Schnell"-en Kammersteiner ins Leben, auch wenn er selbst eher unsportlich ist, so ist er doch sehr sportbegeistert und seitdem unterstützt er diese Staffel finanziell. Diese Staffel gibt es auch heute noch – viele Jahre später - in wechselnden Besetzungen. Ich selbst starte seit fünf Jahren für meinen Arbeitgeber, da die Datev nunmehr der Hauptsponsor und Namensgeber dieser Veranstaltung geworden ist – es werden immer 25 Staffeln und 5 Einzelstarter unter der Belegschaft verlost und ich war immer dabei.
So auch in diesem Jahr mit meinen Kollegen Mustafa Captug als Schwimmer und Oliver Stöcklmeier als Radfahrer. Sie haben beide übers Jahr eifrig trainiert. Mustafa hatte viele Kilos zuviel drauf (und einige immer noch) und wollte seine Schwimmzeit aus dem letzten Jahr (1:39 Std) unbedingt wesentlich verbessern. Auch Olli, der Biker wollte seine Zeit aus 2016 von 5:46 Std verbessern.
So gingen wir also sehr motiviert an den Start – und auch ich bin natürlich immer motiviert, auch wenn ich weiß, dass in genau einer Woche mein großes Laufabenteuer, der Deutschlandlauf beginnt. Meine Bestzeit aus 2015 war sicherlich nicht gefährdet, denn eine MA-Zeit unter 3:30Std ist für mich zurzeit mit den umfangreichen und langen Läufen momentan nicht drin. Zumal auch eine neue Laufstrecke versprach nicht unbedingt schneller zu sein – eher das Gegenteil.
3.500 Einzelstarter plus je drei Teilnehmer von 650 Staffeln, ergibt etwa 5.500 Starter – ihnen stehen über 7.000 freiwillige Helfer und 260.000 Zuschauer an der Strecke gegenüber. Früh um 6:30 Uhr starten die Favoriten, anschließend werden bis 8Uhr in fünfminütigen Abständen Einzelstarter auf den Schwimmkurs im Kanal geschickt. Von 8:50 – 9Uhr dann dreimal die Staffelschwimmer. Schon zu dieser Zeit stand ich am Schwimmstart, um Mustafa zu beobachten, wie er sich am Start schlägt. Das sah schon mal ganz gut aus! Ich ging zur Wechselzone1, wo die Staffel-Radfahrer auf Ihre jeweiligen Schwimmer warten und der Zeitmesschip übergeben wird. Ich machte Olli nochmals Mut und motivierte ihn. Der Wind wird schon nicht so schlimm werden, sagte ich Ihm, denn Wind ist für die Biker auf der Triathlonstrecke der größte Feind. Anschließend eine schnelle Tasse Kaffee und dann wieder ab zum Schwimmen. Wann kommt Mustafa aus dem Wasser und rennt in die Wechselzone? Ich hatte Glück und konnte mich relativ nah positionieren. Er kam viel früher, als ich mir das erträumt hatte. Nach 1:15Std kam er aus dem Wasser und bekam sogar einen kräftigen Klapps von mir. Kurz danach konnte ich noch beobachten, wie Olli mit kräftigen Pedaltritten aus der Wechselzone auf seine 180KM-Runde ging.
Als Datev-Mitarbeiter haben wir einen kleinen Vorteil, unsere Staffelteilnehmer zu verfolgen. Wir werden mit einem sogenannten Tracker ausgerüstet und dessen Mobilfunksignale können übers Internet (z.B. Smartphone) gut verfolgt werden – vorausgesetzt das Mobilfunknetz spielt mit und das hat auf dem Radrundkurs leider seine Lücken. Doch zumindest gelegentlich funktionierte das und ich konnte in etwa voraussehen, wann mein Staffelbiker denn in die Wechselzone 2, am Rande von Roth eintreffen wird. Bis dahin war noch Zeit und ich konnte gemütlich nach Roth fahren, versuchen dort einen Parkplatz nahe dem Zielgelände zu finden, was nicht so einfach war. Dann lief ich kurz über die Triathlonmesse, die dort stattfandt und aß noch etwas in Ruhe und unterhielt mich mit verschiedenen Sportkameraden, die ich dort traf. Darunter auch viele Datev-Kollegen, die entweder schon geschwommen sind oder auch auf ihren Marathoneinsatz warteten. Ich ging zum Auto und packte meinen Kleiderbeutel für die Wechselzone und machte mich dann auf den Weg dorthin. Nach ca 1,5km stand ich in der streng bewachten Wechselzone – aufgeteilt in Einzelstarter und Staffeln. Hier wird natürlich Sicherheit groß geschrieben. Nicht nur wegen der Sportler, um einen fairen Wettkampf zu garantieren und keine Mogeleien zuzulassen. Hier stehen Fahrmaschinen im Wert von vielen Millionen Euro herum, die erst nach Ende der Veranstaltung von den Teilnehmern abgeholt werden können.

Roth 0

Ich tauchte ein in die Welt der Triathlon-Wechselzone – eine ganz besondere Atmosphäre herschte hier. Was ist denn nun so unterschiedlich, ob man nun bei einen üblichen Marathon oder als Schlussläufer bei einem Triathlon auf die 42,195km geht?
Vor 15 Uhr erwartete ich keinesfalls meinen Radfahrer – das ist einfach absolut unvorstellbar, trotzdem wollte ich natürlich zeitig da sein, um mich in Ruhe vorzubereiten und alles nochmal zu checken. Ich war also kurz nach 14Uhr in der Wechselzone und ließ mich mit einer Staffel – „S"-Erkennung auf beide Waden ausstatten. Schaute auf’s Handy, wann kommt er denn nun? Da lag schon das erste große Problem. Keiner der anwesenden Marathonläufer hier wusste genau, wann er starten darf/muß/kann – ich hatte schon viele erlebt, die eine ganze Informationskette an der Radstrecke hatten, doch irgendjemand hatte dann doch den Biker übersehen. Es war auch nicht einfach, aus dem Heer der vorbeijagenden (die meisten doch über Tempo 30) Radfahrer, den einen zu erkennen, – sollte er nicht gerade leuchtend gelb gekleidet sein oder ähnlich auffallend. Die Start-Nr. sind dann einfach meist nicht gut genug erkennbar. Auch unser Tracker gab nur in etwa Auskunft, wann er ankommen wird. Als irgendwann gar keine Abfrage mehr möglich war, packte ich mein Handy in den Kleiderbeutel und gab ihn ab. So tigerte ich die restliche Zeit durch die Wechselzone und wartete auf Olli. Da war das zweite Problem: wann gehe ich zum letzten mal auf’s Dixie-Klo, wann trinke ich noch was – und vor allem, wo schütze ich mich vor der Sonne, die wenigen Sonnenschirme die herumstehen reichen einfach nicht aus. Doch wir haben noch Glück das heute die Sonne nicht so heftig strahlte? Das habe ich schon ganz anderes erlebt – es ist aber relativ schwül, damit werde ich schon zurechtkommen. Dazu ist eine Startzeit so gegen 16Uhr nicht unbedingt das Optimum, was man sich an einen heißen Sommertag wünscht. Last but not least: Eine Staffel ist ein Team, das bedeutet für mich: Ich lasse mein Team EXTREM UNGERN in Stich – also ein DNF kommt eigentlich nur in Frage, wenn ich mit dem Kopf unterm Arm aussteigen muß (klar leicht überspitzt formuliert). Mein Team hat die Schwimmstrecke und die Radrunde absolviert, kommt aber nur gemeinsam mit mir ins Ziel, also alles geben, um gemeinsam zu finishen!!!
Auch die längste Warterei hat mal ein Ende und der Biker stürmte plötzlich um die Ecke - er hatte kurz zuvor sein Rad an einen Helfer übergeben. Wir hatten vereinbart, dass ich ihm möglichst weit entgegen komme, der er konnte mit seinen Radschuhen und der Erschöpfung von 180KM kaum laufen und ich war noch topfit. Er setzte sich hin, ich riss ihm den Klettverschluß samt Chip vom seinem rechten Fußknöchel und legte ihn mir an, Er übergab mir noch den Transponder, den ich in meiner Gürteltasche verstaute – alles war genaustens so abgesprochen und vorbereitet. Er hatte mich auch nicht so lange warten lassen, hatte für die 180KM-Fahrt nur 5:20Std gebraucht – einen Klasse-Schnitt ist er da gefahren! Ich sauste los und am Ende der Wechselzone piepte der Chip: die Laufzeit startet – die ganze Wechselzeit schlug nur mit 1:15min zu Buche, das war flott.
Nun war ich also endlich auf der Piste und mein Marathon begann – gleich die erste Gefahr: Hunderte Fans direkt nach der Wechselzone machten unter der Autobahnbrücke einen Höllenlärm und feuerten die Einzel- und Staffelstarter mächtig an. Das verleitete dazu, gleich alles zu geben – doch ich kannte dieses Verhalten und bremste mich etwas. Nach 800m geht es auch gleich mal bergab, eine Art Kreuzung der Laufstrecke, die man mehrmals durchläuft, ließ den Lärmpegel der Zuschauer nochmals anschwellen – ich jubelte ihnen zu und lief begeistert weiter. Schon nach 1,5km kam der erste Anstieg, es ging die folgenden 2,5km vornehmlich berauf. Den Staffelläufern, die eben erst gestartet waren, so wie ich, machte das natürlich nicht viel aus, doch Einzelstarter und z.T. Staffelläufer auf der 2.Runde schleppten sich hoch, oder gingen bereits. Da war Feingespür beim Überholen angesagt, zumal es ja eine Pendelstrecke war (d.h. die Läufer kommen auch entgegen) – doch ich war ja nicht zum ersten Male hier und hatte mich damit gut zurechtgefunden – so überholte ich quasi ständig und wurde sehr, sehr selten selbst überholt. Da kam mir auch schon der erste Kollege entgegen - an den einheitlichen Laufshirts waren sie leicht erkennbar. Ich feuerte sie grundsätzlich an, bei Gelegenheit klatschte man sich ab.
Meine Pace schnellte bei diesem Profil gleich mal nahe an 6min/km – das musste besser werden. Es ging die Lände Roth (ein Industriegebiet mit Verlademöglichkeit am Kanal) hoch, um dann am Kanal selbst anzukommen. Hier war bis zum letzten Jahr der Großteil der Laufstrecke: den Kanal in die eine, dann in die andere Richtung. Jetzt ging es nur noch ca 1km entlang, dann wurde gewendet und es ging wieder die Lände hinab – und gleich wurde auch die Pace wesentlich schneller, wenn auch nicht so schnell, wie erhofft. Ich kannte den neuen Streckenverlauf noch nicht und so lief ich etwas verhalten. Ich hatte mich mit einer erhofften Zielzeit gegenüber meinen Staffelkollegen hoffentlich nicht zu weit aus dem Fenster gelehnt. Nun lief ich in die Rother Innenstadt hinein und hatte die 10km-Marke erreicht. Hier hörte ich immer wieder Anfeuerungen die speziell mich meinten. Sie riefen meinen Namen oder den Lauftreff KA-BA – dort bin ich der Leiter und war ja am vergangenen Wochenende beim Landkreislauf in und um Roth unterwegs, auf insgesamt 28 Etappen und habe dort unsere Läufer(innen) betreut. Leider konnte ich die Fans im einzelnen gar nicht immer wahrnehmen, zu viele Zuschauer an der Strecke – aber es war ein tolles Gefühl und überhaupt DIESE STIMMUNG – sie beflügelte geradezu! Es ging zwei KM durch die Innenstadt, ein Stimmungsnest nach dem Anderen, Verpflegung auf besten Niveau – bestens sortiert mit Eiswasser, immer wieder Schwämme mit frischen Wasser – angeboten von zahlreichen Helfern direkt in die Hand gereicht. Anschließend geht es raus aus Roth, Richtung Büchenbach, hier ging es doch etwas hügelig über die Landstraße und dort am Rathaus ging es an einem Weiher um die Wendeschleife. Diesen Platz kannte ich übrigens recht gut, denn seit vielen Jahren lief ich von hier ab meine Etappe beim Landkreislauf (genau bis ans Rathaus von Kammerstein, 8,6km), so auch am vergangenen Wochenende wieder. Hier war das nächste große Stimmungsnest und ich hatte das Gefühl, rund um die Schleife waren lauter Bekannte von mir – so oft wurde mein Name gerufen und mich angefeuert, was das Zeug so hergab – ich flog geradezu in die Kurve an der Wende ….. einfach HERRLICH!!!
Auf dem Rückweg nach Roth bemerkte ich immer mehr Läufer, die an ihrer Grenze waren, die Schwüle forderte doch viele Opfer. Mir ging es weiterhin gut; ich überholte einige Datev-Starter und munterte sie auf. In Roth animierte ich die Zuschauer zu noch mehr Begeisterung – und es kam natürlich zigfach zurück…..

Roth 1
Bevor ich ein zweites Mal die Lände hochlaufen musste, hatte ich die Halbmarathonmarke erreicht. Ein zweites Mal die Steigung hoch, die Geher wurden immer mehr – kurzer Uhrencheck, ich lag in der Zeit, musste aber dran bleiben. Jetzt wurde Boden gut gemacht, ich überholte reihenweise Arbeitskollegen und musste auf immer mehr langsamere Läufer achten. Wieder hinein nach Roth und die Stimmung aufsaugen, dann wieder raus nach Büchenbach, die tolle Stimmung an der Wendeschleife mitnehmen. Auf dem Rückweg versuchte ich nicht zu viel Zeit zu verlieren – einfach dranbleiben, nun war es nimmer so weit. Als ich Roth wieder erreichte, wusste ich die 40km waren bald errecht und meine Staffelkollegen warteten kurz vor dem Stadion auf mich, um mit mir die letzten 300m gemeinsam in Ziel zu laufen. Auch diese letzten KM waren schnell durchlaufen, ich konnte sogar noch etwas zulegen - eine Art Endspurt. Und so ging es gemeinsam ins Stadion in die letzte Runde. Die Stimmung war überwältigend – es ist so, als schwebe man diese Runde durchs Stadion – das hat Klasse. Ich war nach 3:41Std im Ziel und hatte damit mein Wunschziel gut erreicht – insgesamt lagen wir mit einer Staffelgesamtzeit von 10:21 Std sehr gut in der Wertung, ich glaube fast besser, denn je.
Ich ging ins Zelt der Endverpflegung, zog mich um und führte so mache schöne Erlebnis-Gespräche mit Athleten aus aller Herren Länder, soweit sie der deutschen bzw englischen Sprache mächtig waren. Ich bediente mich an der reichhaltigen Auswahl von alkoholfreien Bier, Kaffee, Tee, Brühe aber auch Nudeln, belegte Brote, Kuchen, und vieles mehr. Anschließend holte ich die Finisher-Shirts und Soforturkunden für alle Staffelteilnehmer ab und verteilte sie an meine Kollegen.

Roth 3
Dann folgte die Finisher-Party im Stadion, ohne die für mich das Roth-Erlebnis nicht komplett wäre. Das war wirklich eine ganz emotionale Sache: Eine Abschlußparty mit toller Musik, Moderation, wechselweise mit Stars, gewöhnlichen Sportlern und den Veranstaltern – immer wieder liefen noch Einzelathleten und Staffeln ein und wurden geradezu frenetisch gefeiert – was für eine Show! Es wurden Knicklichter und Sternspeier verteilt, um tolle Lichteffekte zu erzielen. Dazu jede Menge Animation und um 23Uhr folge zum Abschluss der Höhepunkt – ein Feuerwerk, das im Stadion begann und dann auf die Stadt Roth übergriff – auch hier passt am besten das Wort: Spektakel – ein paar bewegende Worte zum Abschied – dann war die Challenge für 2017 vorbei …. und eigentlich alle warensich einig: Wir sind nächstes Jahr wieder dabei.

Roth 4

Auch ich bin dabei – ich habe seit einer Woche wieder einen neuen Startplatz zugelost bekommen, mit einer komplett neuen Kollegen-Staffel - Neulinge, die sich gerne von diesem „Virus“ infizieren ließen.

Text und Fotos: Roland Krauss, 14.07.2017

DL KarteVom 16.7. bis 3.8. läuft wieder eine Gruppe leidenschaftlicher Mehrtagesläufer durch Deutschland. Dabei werden auf der Strecke von Sylt bis zum Gipfel der Zugspitze in 19 Tagesetappen insgesamt über 1.300 km zurückgelegt.
LinkDL Portal2Wir wollen von diesem Portal aus täglich Ergebnisse, Berichte und Bilder verlinken.

Dieses Portal könnt ihr über einen Link erreichen, den ihr links in der Navigationsleiste unter Termine findet.

Datum Thema

3.8.2017

25 km

 Bericht: Etappe 19 Zieleinlauf Zugspitze

2.8.2017

59 km

Bericht: Etappe 18 von Füssen nach Garmisch-Partenkirchen

1.8.2017

77 km

Bericht: Etappe 17 von Memmingen nach Füssen

31.7.2017

66,4 km

Bericht: Etappe 16 von Dornstadt nach Memmingen

Platz Name   Zeit
1 Wehder Henry 06:51:00
8 Hedelt Holger 07:58:00
13 Daum Stefan 08:31:00
17 Vogl Konrad 08:54:00
34 Rohwedder Karl 11:12:00
  Krauss Roland 07:24:00

30.7.2017

55,3 km

Bericht: Etappe 15 Von Lichtenwalde nach Dornstadt - Ulm

Platz Name   Zeit
1 Wehder Henry 05:19:00
2 Naab Günter 05:59:00
11 Hedelt Holger 07:21:00
14 Daum Stefan 07:28:00
17 Vogl Konrad 07:52:00
38 Rohwedder Karl 10:56:00
  Krauss Roland 06:36:00
  Rumm Harald 07:36:00

29.9.2017

90 km

Bericht: 14. Etappe von Angelbachtal nach Lichtenwalde14. Etappe von Angelbachtal nach Lichtenwalde

Ergebnisse (38 Männer und 3 Frauen in der Einzelwertung:

Platz Name   Zeit
1 Munz Bernhard 09:25:00
2 Wehder Henry 09:53:00
9 Hedelt Holger 11:43:00
12 Daum Stefan 12:20:00
16 Vogl Konrad 13:02:00
30 Rohwedder Karl 14:58:00
  Krauss Roland 11:00:00
  Rumm Harald 13:54:00

28.7.2017

77 km

Bericht: Etappe 13 von Westhofen nach AngelbachtalEtappe 13 von Westhofen nach Angelbachtal

Ergebnisse (41 Männer und 3 Frauen in der Einzelwertung:

Platz Name   Zeit
1 Wehder Henry 07:57:00
1 Naab Günter 07:57:00
1 Munz Bernhard 07:57:00
10 Hedelt Holger 09:13:00
16 Daum Stefan 10:04:00
20 Vogl Konrad 10:54:00
38 Rohwedder Karl 12:59:00
1 Krauss Roland 08:30:00

27.7.2017

67 km

Bericht: Etappe12 von Oberwesel nach Westhofen

Ergebnisse:

Platz Name   Zeit
1 Wehder Henry 06:28:00
12 Hedelt Holger 08:02:00
19 Daum Stefan 09:13:00
20 Vogl Konrad 09:30:00
34 Rohwedder Karl 10:35:00
  Krauss Roland 07:30:00
26.7.2017

Bericht: Etappe11 von Mühlheim-Kärlich nach Oberwesel

Ergebnisse - 41 Männer und 3 Frauen sind in der Wertung:

Platz Name   Zeit
1 Naab Günter 05:18:00
5 Wehder Henry 05:41:00
14 Hedelt Holger 07:00:00
18 Vogl Konrad 07:37:00
28 Rohwedder Karl 08:36:00
31 Daum Stefan 08:43:00
  Krauss Roland 06:11:00

Da Roland nicht alle Etappen gelaufen ist, wird er als Tagesläufer gewertet.

25.7.2017

Bericht: Etappe10 von Bornheim nach Mühlheim-Kärlich

Ergebnisse:

Platz Name   Zeit
1 Vidal Jean-Louis 05:35:00
3 Wehder Henry 06:25:00
16 Hedelt Holger 07:18:00
19 Vogl Konrad 07:58:00
21 Rohwedder Karl 08:17:00
33 Daum Stefan 09:52:00
  Kröling Matthias 06:57:00
  Krauss Roland

07:55:00

24.07.2017 Bericht: Etappe 9 - Roland ist wieder dabei!
Ergebnisse - 42 Männer und 3 Frauen sind in der Wertung:
Name   Etappe 9 Platz
Naab Günter 06:42:00 1
Wehder Henry 06:59:00 3
Hedelt Holger 08:22:00 15
Vogl Konrad 10:02:00 23
Rohwedder Karl 11:06:00 29
Daum Stefan 11:07:00 30
23.07.2017

Bericht: Etappe 8 von Werne nach Solingen/Burg

Ergebnisse - 42 Männer und 3 Frauen sind in der Wertung:

Name   Tag8 Tag8 Platz Gesamt Gesamt Platz
Wehder Henry 08:44:00 1 62:26:24 1
Hedelt Holger 11:25:00 10 72:59:03 7
Vogl Konrad 13:36:00 22 86:55:18 25
Rohwedder Karl 14:07:00 25 92:23:58 31
Daum Stefan 16:17:00 41 79:40:21 16
22.07.2017

Bericht: Königsetappe beim Deutschlandlauf

Ergebnisse:

Solo-Läufer   Etappe 7 Platz Tag 7 Gesamtzeit Gesamtplatz
Naujocks Jens 09:40:00 1 56:24:44 3
Wehder Henry 09:54:00 2 53:56:24 1
Hedelt Holger 12:54:00 19 63:44:11 11
Daum Stefan 13:05:00 21 64:59:21 15
Vogl Konrad 13:13:00 23 74:46:35 25
Rohwedder Karl 14:24:00 28 78:01:58 31
21.07.2017

Bericht: Etappe 6: Sulingen - Osnabrück; 78,2 km

Ergebnisse:

Solo-Läufer   Etappe 6 Platz Tag 6
Wehder Henry 07:40:00 1
Hedelt Holger 09:30:00 12
Daum Stefan 09:38:00 16
Rohwedder Karl 10:40:00 28
Vogl Konrad 12:56:00 44
20.7.2017

Etappe 5 von Rothenburg a.d. Wümme nach Sulingen

Name Vorname Zeit Rang
Vidal Jean-Louis 07:06:00 1
Hedelt Holger 08:34:00 15
Daum Stefan 08:34:00 15
Rohwedder Karl 10:00:00 32
Vogl Konrad 10:00:00 32
19.7.2017

Tag 4 Hamburg Rotenburg

Der vierte Tag, der letzte für Roland

18.7.2017

Tag 3 und die Bedeutung eines Wattestäbchen

Name   Etappe 3 Platz Gesamtzeit Gesamtplatz
Henry Wehder 07:37 1 20:57:49 1
Günter Naab 07:37 1 21:32:49 2
Holger Hedelt 08:27 7 24:35:38 11
Stefan Daum 08:38 9 29:19:50 30
Roland Krauss 10:34 29 26:17:06 16
Konrad Vogl 10:48 30 27:20:05 21
Karl Rohwedder 11:12 38 31:01:47 38
17.7.2017

2. Etappe Deutschlandlauf

Selektive Etappe am 2.Tag

Name Zeit Tag 2 Tagesplatz Gesamtzeit Gesamtplatz.
Henry Wehder 08:10 1 13:20 1
Holger Hedelt 09:28 10 16:08 14
Roland Krauss 09:49 15 15:43 10
Konrad Vogl 10:16 21 16:32 17
Karl Rohwedder 11:56 29 19:49 38
Stefan Daum 14:25 55 20:41 44
16.7.2017

Etappe 1 in zwei Teilen

Ergebnisse:

Name Zeit Tag1 Platzierung
Henry Wehder 05:10 1
Jörg Rosenbaum 05:10 1
Roland Krauss 05:54 12
Konrad Vogl 06:16 18
Stefan Daum 06:16 19
Holger Hedelt 06:40 28
Karl Rohwedder 07:53 51
16.7.2017 Der Deutschlandlauf ist gestartet
13.07.2017 Vorbericht

 

Link zum Veranstalterhomepage

Link zur Facebookseite der Veranstaltung. Öffentlich - keine FB-Konto erforderlich! Von hier sind weitere Berichte verlinkt.

DL KarteVom 16.7. bis 3.8. läuft wieder eine Gruppe leidenschaftlicher Mehrtagesläufer einmal durch Deutschland. Dabei werden auf der Strecke von Sylt bis zum Gipfel der Zugspitze in 19 Tagesetappen insgesamt 1.300 km zurückgelegt.
Der erfahrene Lauforganisator Oliver Witzke ist für die Ausrichtung verantwortlich und blickt optimistisch auf die kommenden Wochen, wissend, dass so eine Veranstaltung für Läufer, Helfer und erst recht für den Gesamtverantwortlichen ein Abenteuer ist.
Einige der Teilnehmer sind Mitglieder bei der LG Ultralauf. Daher werden wir sie auf ihren Weg besonders begleiten und von ihnen berichten. Falls die Technik funktioniert und die Leute Lust zum Fotografieren und Schreiben haben, werden wir versuchen, täglich einen Bericht online zu stellen.

 

Etappenplan

Tag Datum Ziel Länge
1 16.7.2017 (So) Enge-Sande 70,7 km
2 17.7.2017 (Mo) Jevenstedt  86,3km
3 18.7.2017 (Di) Hamburg 76,9km
4 19.7.2017 (Mi) Rotenburg 79,3km
5 20.7.2917 (Do) Sulingen 70,7km
6 21.7.2017 (Fr) Osnabrück  78,2km
7 22.7.2017 (Sa) Werne 90,1km
8 23.7.2017 (So) Solingen 83,2km
9 24.7.2017 (Mo) Bornheim 60,1km
10 25.7.2017 (Di) Mülheim-Kärlich  58,1km
11 26.7.2017 (Mi) Oberwesel 54,4km
12 27.7.2017 (Do) Westhofen 66,8km
13 28.7.2017 (Fr) Schloss Eichtersheim 76,7km
14 29.7.2017 (Sa) Lichtenwald 88,0km
15 30.7.2017 (So) Dornstadt 54,8km 
16 31.7.2017 (Mo) Memmingen 66,4km
17 1.8.2017 (Di) Füssen 76,4km
18 2.8.2017 (Mi) Garmisch-Partenkirchen 59,0km
19 3.8.2017 (Do) Zugspitze 24,3km

 

Das sind in Summe 1.321 Kilometer bei durchschnittlich 69,5 km pro Tag. Mit 70 km am Tag liegen die Etappen genau im Bereich dessen, was sich bewährt hat. Aber während die meisten Etappenläufe nur 5 Lauftage haben, benötigt man für eine Längstquerung der Republik halt 19 Tage – und das ist ein riesiger Unterschied! Für einen gestandenen Ultraläufer sollten drei Ultraläufe in drei Tagen kein Problem sein. Bei einem 5-Tageslauf ist der 4. Tag der Warum-Tag. Kleinste Verletzungen kumulieren sich zu Schmerzen und unverkennbare Ermüdungserscheinungen lassen die Motivation sinken. Aber wer sich hier durchkämpft, hat auch sehr gute Chancen, das Gesamtziel zu erreichen. Doch ein Lauf über 19 Tagen folgt anderen Gesetzen. Wer die Zugspitze erreichen will, muss verdammt clever agieren. Es wird auf die Regenerationsfähigkeit ankommen und zwar nicht nur für die, die um die Podestplätze kämpfen, sondern auch für die, denen Ankommen das einzige Ziel ist.
Den ersten Abschnitt bilden die ersten acht Tage. In diesen wird durch Schleswig-Holstein und Niedersachsen gelaufen. Die Etappen sind relativ lang. Eine Eingewöhnungsphase gibt es nicht, d.h. die Abläufe des Tages müssen von Anfang an gut funktionieren. Das Maß für die richtige Renneinteilung, das Tempo, die Gehabschnitte, die Pausen, aber auch für die benötigte Kalorienmenge muss man im Training sich erarbeitet haben. Das gilt nicht nur für die Läufer, sondern genauso für die Betreuer. Danach werden die Etappen zwar kürzer, aber ggf. auch etwas hügeliger. Und schließlich die letzte Etappe: Rauf zur Zugspitze. Man hätte sicher den Lauf auch in Garmisch-Partenkirchen enden lassen können oder in Lörrach, wie einst Ingo Schulze. Aber Oli Witzke hat durchaus ein Gespür für dramatische Inszenierungen: Der Höhepunkt des Laufes zum Höhepunkt der Strecke kommt zum Schluss: Die lumpig erscheinenden 24 km sind mit Sicherheit eine der schwersten Etappen für alle Läufer und vermutlich werden sich alle auf den schmalen Pfaden durch das alpine Gelände eher quälen als das Finale genießen. Es ist eine Pointe ohne Vorbild und die Erfahrung, dass jemand, der zur letzten Etappe startet auch das Ziel erreicht, könnte eine Widerlegung erfahren.
Durch die hohe Belastung und die Etappenplanung wird der Lauf von Anfang an sehr spannend werden. Dabei stehen natürlich immer zwei Fragen im Vordergrund: Wer gewinnt und wie viele kommen durch.
Die zweite Frage ist etwas vom Wetter abhängig, wobei Sonne und Wärme besser verkraftet werden als Regen. Ich würde einmal vermuten, dass alle, die gesund am Start stehen, die ersten drei Etappen schaffen und Hamburg erreichen. Aber dann ist doch täglich mit Ausfällen zu rechnen. Ich drücke wirklich allen die Daumen, dass sie oben an der Zugspitze ankommen. Und ich glaube auch, dass alle eine reelle Chance haben, wenn sie von Beginn genügend vorsichtig und achtsam sind. Ich bin davon überzeugt, dass Oli und sein Team alles Erdenkbare unternehmen werden, um den maximalen Komfort zu bieten, denn gutes Essen, Körperpflege und viel Schlaf sind ebenfalls rennentscheidend. Aber wer einmal bei so einem Großevent dabei war, weiß auch, dass hier ab und zu Abstriche zu machen sind.
Wer sind nun die Favoriten? Hier muss man sich die Leute heraussuchen, die einerseits schnell laufen können, andererseits über viel Erfahrung verfügen. Meiner Einschätzung nach können einige Leute vorne mitlaufen, die grundverschieden sind: Robert Wimmer der Vielfachsieger bei Mehrtagesläufen unter anderem beim Deutschlandlauf 2008 und Transeuropalauf 2003. Allerdings hat er sich in den letzten Jahren nicht mehr so oft auf den Wettkampfstrecken gezeigt. Schnell, aber mehrtageslauf-unerfahren ist Maic Seegel. Er lief vor zwei Monaten in Basel bei einem 24h-Lauf 241 km und gehört in dieser Disziplin seit Jahren zur deutschen Spitze. Das geht nur, wenn man clever und robust ist! Möglicherweise kann auch Frank Wiegand ganz vorne mitlaufen. Er ist schnell und verfügt über einige Erfahrung bei Mehrtagesläufen. Auch Bernhard Munz traue ich einiges zu. Henry Wehder hat den letzten Transeuropalauf gewonnen und ist damals nicht in Skagen gestartet wie alle, sondern bereits Wochen vorher am Nordkap. Auch in diesem Jahr ist er bereits seit etwa einem Monat vom Nordkap unterwegs. Die Zugspitze ist allerdings nur ein Zwischenziel, denn er wird sofort im Anschluss seinen Lauf durch Europa fortsetzen bis nach Gibraltar und anschließend nach Sparta.
Insgesamt sind auch 6 Frauen am Start. Cornelia Rohwedder und Heike Pawzik ragen bei der Erfahrung heraus, eine Favoritin möchte ich nicht benennen, schätze allerdings, dass Conny auf das Treppchen kommt.


Die Läufer der LG Ultralauf.
Auch wenn der Name „LG Ultralauf“ in der Startliste nicht erscheint, so kennen wir doch einigermaßen unsere Mitglieder. Da ist zum einen Holger Hedelt, der unter seinem befreundeten südafrikanischen Verein gemeldet ist. Karl Rohwedder ist der nächste. Er ist ein sehr erfahrener Marathonsammler und niemand zweifelt ernsthaft daran, dass er den Zugspitzgipfel erreicht. Konrad Vogl gewann letztes Jahr beim Schwarzwaldlauf erste Mehrtageslauferfahrung und konnte vor kurzem mit einer neuen Bestzeit über 100km bei der DM in Berlin sein gutes Training bestätigen. Roland Krauss läuft einerseits noch gar nicht so lange Ultras, hat noch keinen Mehrtageslauf bewältigt, zeichnet sich aber durch ein sehr fleißiges Läufe-Sammeln aus. Stefan Daum ist möglicherweise der beste Läufer aus unserem Team. Er ist gleichermaßen schnell und erfahren und stand bei seinen Etappenläufen meist am Ende auf dem Podest. Er ist trotz seiner großen Erfahrung einer der jüngeren Starter im Feld, was durchaus kein Nachteil ist.
Insgesamt bin ich bei allen recht zuversichtlich, dass sie sehr weit kommen und traue allen eine sehr gute Platzierung im ersten Drittel zu, Stefan sogar einen Platz im Bereich 3 bis 5.
Aber ich bin sehr gespannt, wie sich das Rennen entwickelt und freue mich schon auf das Wochenende, wenn es dann losgeht.

 

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Michael Irrgang, 13.07.2017

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Die Titelveranstalter des letztjährigen 6h-Laufes werden ihre Titel vereteidigen.

Gestern sind zwei neue Überweisungen eingegangen und damit wurden die Anmelder Nr 100 und 101 in die Teilnehmerlisten aufgenommen. Beide kommen übrigens aus den Niederlanden und sind interessante Personen. Lydia Doornbos lernte ich 2013 beim ITC in Winschoten kennen. Damals hatte ich als DUV-Sportwart die Idee zur Talentförderung, bei der man einen internationalen Wettkampf mit jungen Talenten organisiert (International Talent Challenge - ITC). Damals war Lydia die beste Niederländerin und durchaus auf dem Sprung in die Nationalmannschaft. In der Folgezeit hatte sie einige gute Ergebnisse erzielen können, zog sich allerdings die lezten Jahre etwas zurück und hat im Jahr 2017 ledilgich einen Wettkampf mit 151km stehen, gelaufen beim 24h-Lauf in Iserlohn. In Bottrop nimmt sie am 12h-Lauf teil.

Bob Bock aus Amsterdam lief seinen ersten Ultra 2010 und zählt in seiner AK M60 nicht nur national zur Spitze. In Steenbergen 2016 lief er beim dortigen 24h-Lauf knapp 172km.

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Unter den über 100 gemeldeten Teilnehmern gibt es noch weitere illustre Namen. Die 29 Starter des 6h-Laufes werden von den Titelverteidigern des letzten Jahres angeführt: Jasmin Ernhardt und Rafael Rodriguez Baena. Der DVU-Sportwart Norbert Madry ist vor Ort, um die Strecke und die Organisation für die 24h-Meisterschaft 2018 kennenzulernen. Der österreichische Kaderathlet Dietmar Korntner nimmt vor seinem Spartathlondebut sowohl an dem 6h-Lauf, als auch an dem 12h-Lauf teil. 

Der teilnehmerstärkste Lauf mit 9 gemeldeten Läuferinnen und 33 Läufern ist jedoch der 24h-Lauf. Hier freuen wir uns besonders auf Wolfgang Schwerk sowie Brigitte und Manfred Leismann. Manfred finishte 2003 den Transeuropalauf von Lissabon nach Moskau und Wolfgang Schwerk ist ein unglaublicher Läufer. Nicht nur, dass er der aktuelle Rekordhalter mit über 276 km im 24h-Lauf ist, seine DUV-Statistik weist seit 1981 eine beeindruckende Vielzahl von hervorragenden Wettkampfergebnissen aus.

Falls ihr eine personalisierte Startnummer erhalten und von einem günstigeren Preis profitieren wollt, meldet euch bitte bis spätestens Mitte August an.

Link zur Teilnehmerliste und Ausschreibung

Michael Irrgang, 11.7.2017

 

Logo2Der Kölnpfad ist ein Lauf mit Kultpotential, schreibt ein Teilnehmer auf Facebook. Ist er das nicht längst? Insgesamt gab es dieses Jahr bereits die fünfte Austragung inklusive der Premiere im Jahre 2009. Seit 2015 wird der Lauf von Thomas Eller und Thorsten Klenke organisiert und jährlich ausgebaut. In diesem Jahr gab es neben der ganzen Runde rund um Köln, die diesmal etwa 165 km lang war, auch die Option 110 km oder 75 km zu laufen. Dabei haben die Läufe so klangvolle Namen wie „Einmol öm Kölle röm“, „11 x 10 Kölnpfad“ oder „Köllsche Naachschicht“. Die etwa 170 Läuferinnen und Läufer hatten verschiedene Startpunkte, um über den Kölnpfad zum Ziel in Köln Höhenhaus zu kommen. Der Weg ist überwiegend flach, asphaltiert und ausreichend markiert. Außerdem gab es für alle Strecken vom Veranstalter entsprechende GPS-Tracks zur leichteren Wegfindung. Aber „überwiegend“ heißt „nicht ausschließlich“ und so gab es auf dem letzten Marathon sowohl ein paar Höhenmeter als auch einige Trailpassagen auf schmalen Wegen durch den Königsforst. Und „gut markiert“ heißt noch lange nicht, dass alle Teilnehmer den richtigen Weg auf Anhieb gefunden hätten. Ein weiteres Merkmal der Veranstaltung sind die üppig besetzten Versorgungsstellen, wovon es in Summe 10 Stück gab, davon einen, nämlich den VP8 in Köln Wahn, der von der LG Ultralauf personell betreut wurde. Hier hatten die Teilnehmer je nach gewählter Strecke bereits 113, 56 oder 22 km hinter sich und alle noch 52 km bevorstehen.

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Ein Teil des Betreuungsteams: Andrea Densing, Ralf Kappus und Axel Densing.

Hat echt Spaß gemacht, all die Läuferinnen und Läufer zu versorgen und neu motiviert auf den Rest des Weges zu schicken. Insgesamt waren wir dort 7 Betreuer und konnten uns so um jeden einzelnen gut kümmern. Einige der LG Ultralaufmitglieder waren aber auch als Teilnehmer dabei, so konnte Matthias Kröling bei der 171km langen Strecke, die dieses Jahr nur 165 km lang war, sogar den zweiten Platz belegen. Christian Pflügler, Mario Luther, Matthias Heinle, Dietmar Rosenau begnügten sich mit den 110 km und Hans-Uwe Zietlow sowie Kirsten Althof fbevorzugten die Nachtschicht, die um 20 Uhr startete und ein nächtliches Erlebnis sicherstellte.

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Mario Luther und Dietmar Rosenau rahmen mich ein

Nachdem alle Teilnehmer den VP verlassen und wir alles abgebaut hatten, zog ich mir meine Laufschuhe an und folgte den Läufern auf dem Weg in Richtung Ziel - nachts, alleine, durch den Wald und ohne Aussicht auf eine der schönen Finishermedaillen oder die Gürtelschnalle. Mittlerweile hatte es zu regnen aufgehört und es wurde ein wunderschöner 52km-langer Lauf.

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Auf dem Monte Troodelöh

Unterwegs traf ich einige Teilnehmer und blieb dann auch immer ein paar Minuten bei ihnen.

So entstand dann auch das folgende Bild vom „Monte Troodelöh“, mit gut 188 Metern der höchsten Erhebung von Köln – mit Gipfelhütte und Gipfelbuch, in das sich die Bezwinger voller Stolz eintragen können. Unwissende laufen an diesem wörtlich zu verstehenden Höhepunkt des Kölnpfades oft ahnungslos vorbei. Doch die höchste Erhebung des Kölnpfades ist es nicht, denn diese folgt etwas später, aber twas außerhalb der Stadtgrenzen.

Unterwegs traf ich ein paar Bekannte und lernte neue, nette Läuferinnen und Läufer kennen. In Summe habe ich für meine 52 km ziemlich lange gebraucht und kam weit nach Tagesanbruch an. Der Vormittag gestaltete sich ebenso kurzweilig wie die Nacht und gegen Mittag gab es dann die große Siegerehrung und anschließendem Essen. So fand ein wunderbares Wochenende einen tollen Abschluss.

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Bei der Siegerehrung: Thorsten Klenke am Mikro Thomas Eller sortiert die Preise. Matthias Kröling unterhält sich mit dem überlegenden Sieger Matthias Knapp

Text und Bilder: Michael Irrgang, 3.7.2017

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