Laufgemeinschaft der Deutschen Ultramarathon-Vereinigung e.V.
Hollenlauf2Der diesjährige Hollenlauf hat seine Läufer mit sommerlichen Temperaturen verwöhnt. Nach den Wetterverhältnissen der letzten Jahren, in denen das Sauerland auch schon einmal dichten Nebel, kühlen Nieselregen oder im Extremfall noch ein wenig Schnee in der Hinterhand hatte, haben es sich die Hollen, die starken Fabelfrauen, die nach der Legende auf die reichen Bodenschätze der Region Acht geben, in 2017 mal richtig gut gehen lassen 
Für Vera Eskes, Peter Wasser (beide von der LLG Kevelaer) und mich war die Nacht vor dem anvisierten Lauf recht kurz. Kurz vor drei sind wir in Krefeld ins Auto gestiegen, um dann gegen fünf Uhr pünktlich in Bödefeld einzutreffen. Dort schnell und unkompliziert mit Startunterlagen versorgt, erwartete uns erstmal ein reichhaltiges Frühstück, das der Veranstalter für seine Teilnehmer bereithält. Ein guter Start und ein großes Dankeschön an die Veranstalter. Wir hatten uns die 75 km mit 1757 hm rauf und runter vorgenommen. Das sollte wohl bei den warmen Temperaturen und mit Rücksicht auf die restliche Wochenendplanung reichen. Der Lauf startete um sechs in der Früh und führte bei bestem Wetter, bis rund 10:00 auch noch schön kühl, meist auf Forstwegen durch das waldreiche Sauerland rund um Bödefeld. Viele Anstiege, die eine oder andere Skipiste und der Aufstieg zum Kahlen Asten haben daran erinnert, dass auch ein paar Höhenmeter zu laufen waren. Der Veranstalter war bestens auf die sommerlichen Verhältnisse vorbereitet. Im Schnitt alle zehn Kilometer versorgte uns eine Wasser- oder Verpflegungsstelle, so dass niemand dürsten musste. Die Standbetreuung haben alle Läufer und Wanderer prima umsorgt. Auch hierfür an alle ein großes Dankeschön! Vorbei an der Langen Wiese eine 10km Schleife mit Wendepunkt und schon führte uns die tolle Laufstrecke wieder Richtung Bödefeld. Die kurze Nacht, die Hitze, der ein oder anderen verärgerte Magen mahnten unsere kleine Laufgruppe zu etwas gemäßigtem Lauftempo und zu der ein oder anderen Gehpause. Ein paar spannende Geschichten zur Ablenkung und das nahe Ziel ließen kleine Laufhindernisse aber schnell wieder vergessen … zumal wir uns bei der letzten Verpflegung mit einem kühlen Bier und einen munter machenden Lakritzschnaps aufpäppeln konnten. Zumindest konnten wir danach wieder recht geschmeidig und munter laufen.
Hollenlauf1
Nach 10:30h haben wir die Ziellinie in Bödefeld passiert. Vera hat als dritte Frau gefinisht und kann sich damit ohne weiteres in die Riege der fabelhaften Hollenfrauen einreihen – große Klasse!
Andere Vereinsmitglieder am Start und im Ziel waren:
Den 42km-Marsch beendeten Nora Karnowski und Christel Kunze (startet mittlerweile in der Altersklase W80) in 6:44, bzw 12:46 Stunden.
Den 42km-Lauf beendete Kirsten Althoff gemeinsam mit ihrer Mutter in 6:04 Stunden.
Auf der 75km-Strecke liefen Axel Stopp in 08:31:05, Andreas Haverkamp in 10:42:14 und Belef Tantzen in 10:50:28.
Text und Bild: Stefan Henscheid, Logo: Veranstalter, 31.5.2017